Die erste Open-Ended Working Group des GFC bleibt hinter den Erwatungen zurück

14.07.2025
Vom 24. Bis 27. Juni kamen verschiedene Stakeholder zur ersten Open-Ended Working Group (OEWG) des Global Framework on Chemicals (GFC) in Punta del Esta, Uruguay, zusammen. In den vier Tagen und vorgelagerten Workshops lag der Fokus auf dem Stand und der Weiterentwicklung der Implementierung des GFCs. Dafür kamen die Delegierten vor allem im Plenum zusammen. Zu einzelnen Punkten wurden auch Kontaktgruppen gegründet. Jedoch war von Beginn an das Mandat der OEWG nicht wirklich klar. Ob und
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Die UN beschließen ein Science-Policy-Panel für Chemikalien, Abfälle und Verschmutzung

02.07.2025
Mitte Juni wurde nach drei Jahren Verhandlungen ein zwischenstaatliches Wissenschafts-Politik-Panel für Chemikalien, Abfälle und Verschmutzung etabliert (Science-Policy Panel on Chemicals, Waste and Pollution; ISP-CWP). Die UN haben damit ein wissenschaftliches, unabhängiges Gremium etabliert, das Bewusstsein für Risiken von Chemikalien schärft und welches zu einer besseren Regulierung weltweit führen soll. Ein solches Panel dient dazu, politische Entscheidungsträger*innen, sowie
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Auf dem Weg zu einer Lösung?

18.06.2025
Wo wir im internationalen Chemikalienmanagement stehen Vor anderthalb Jahren wurde in Bonn ein neues Rahmenwerk für das internationale Chemikalienmanagement verabschiedet. Seitdem ist einiges passiert, doch nur weniges, was wirklich auf das Konto für einen besseren Schutz von Mensch und Umwelt einzahlt. Derzeit liegt der Fokus auf dem Schließen von Lücken im Rahmenwerk. Es gilt aber, dringend in die Umsetzung zu kommen. Nach zähen Verhandlungen und Verzögerungen bedingt durch die
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ICCM5 Bonn Gruppenfoto
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Auf dem Weg zum Phase-Out von hochgefährlichen Pestiziden

06.05.2025
Der Beschluss über die Gründung einer Globale Allianz zu Hochgefährlichen Pestiziden (Global Alliance on Highly Hazardous Pesticides) ist einer der größten Erfolge der Weltchemikalienkonferenz, die im September 2023 in Bonn stattfand und die unter dem Global Framework on Chemicals entstehen soll. Festgelegt in der Resolution 11 hat die Globale Allianz das übergeordnete Ziel, das Ziel A7 des GFC zu unterstützen: A7 – Bis 2035 haben Stakeholder wirksame Maßnahmen ergriffen,
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Die OECD bekräftigt das neue Globale Rahmenwerk für Chemikalien

14.05.2024
Bei einem Minister*innentreffen der OECD (Organisation für Economic Co-operation and Development) Anfang Mai, hat die OECD sich zum neuen globalen Rahmenwerk über Chemikalien (GFC; Global Framework on Chemicals) bekannt und die Notwendigkeit eines nachhaltigen Chemikalienmanagements bekräftigt. Dabei steht für die OECD im Fokus, robuste und umfassende Chemikalienmanagements auf der nationalen Ebene zu schaffen und zu stärken. Außerdem will die OECD gemeinsam Wissen und die Datengenerierung
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Gelder für das internationale Chemikalienmanagement

30.04.2024
Mit dem Global Framework on Chemicals (GFC) wurde auch ein dezidierter Fund geschaffen, der die Implementierung des GFC unterstützen und so zur Erreichung der Ziele beitragen soll. Dies war einer der größten Erfolge der Weltchemikalienkonferenz in Bonn, die im September 2023 stattfand. Die entsprechende Resolution zur Finanzierung enthielt den Beschluss, dass ein Executive Board gegründet wird. Dieses Board trifft Entscheidungen darüber, wie die Gelder verwendet werden und
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Neustart für ein nachhaltiges Chemikalienmanagement?

20.03.2024
Vom 25.-29. September fand in Bonn die Weltchemikalienkonferenz statt, auf der ein neues Rahmenwerk zum internationalen Chemikalienmanagement verabschiedet wurde: „Global Framework on Chemicals – For a Planet Free of Harm from Chemicals“ (GFC, Globales Rahmenwerk über Chemikalien – Für einen Planeten ohne Schäden durch Chemikalien). Das neue globale Rahmenwerk ersetzt den bisherigen Ansatz und hat deutliche Verbesserungen erreicht, auch wenn das Rahmenwerk keine rechtliche
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Die UNEA-6 unterstützt ein besseres Management gefährlicher Chemikalien

14.03.2024
Vom 19. Februar bis 1. März 2024 tagte in Nairobi die sechste Umweltversammlung der Vereinten Nationen (United Nations Environmental Assembly, UNEA6). Die UNEA6 stand unter guten Vorzeichen, da seit der letzten UNEA im Jahr 2022 mehrere internationale Umweltabkommen beschlossen wurden, was nach einer längeren Zeit des Stockens eine erfolgreiche Entwicklung für die multilaterale Umweltpolitik ist. Neben dem Kunming-Montreal Globale Biodiversitätsrahmenwerk Biodiversity Framework und dem
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Neue Website des Globalen Rahmenwerks über Chemikalien veröffentlicht

08.02.2024
Im September 2023 wurde in Bonn auf der Internationalen Konferenz zum Chemikalienmanagement das neue Globale Rahmenwerk über Chemikalien beschlossen. Das neue Rahmenwerk bietet eine Vision für einen Planeten, der frei von Schäden durch Chemikalien und Abfälle ist, für eine sichere, gesunde und nachhaltige Zukunft. Zusätzlich zum Kerntext wurde auch eine High-Level Deklaration beschlossen, die die politische Unterstützung für eine rasche Umsetzung sichert und die
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Auf dem Weg zu einem SAICM-Beyond-2020: Bericht zur IP4.2 in Nairobi

30.03.2023
Vom 27. Februar bis 3. März 2023 kamen in Nairobi über 500 Delegierte zusammen, um gemeinsam ein SAICM-Beyond-2020-Instrument vorzubereiten. Das Treffen in Nairobi war eine Fortsetzung des vierten Treffens des Intersessionalen Prozesses (IP), welches 2022 in Bukarest begannen wurde. Das Ziel des Intersessionalen Prozesses war es seit 2017, ein in sich kohärentes, schlüssiges und weitgehend übereingestimmten Dokument für ein SAICM-Beyond-2020 zu erarbeiten, welches dann bei der kommenden
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Ein Schritt in Richtung eines SAICM-Beyond-2020: IP4 in Bukarest

29.09.2022
In der Woche vom 29. August bis 2. September 2022 fanden sich mehrere Hundert Personen in Bukarest zusammen, um gemeinsam an dem 4th meeting of the Intersessional Process (IP4) des Strategischen Ansatzes für ein internationales Chemikalienmanagement (Stategic Approach to International Chemicals Management, SAICM) teilzunehmen. Bedingt durch die Pandemie war dies das erste Präsenztreffen seit drei Jahren und damit eine zentrale Möglichkeit den Weg für ein neues internationales Rahmenwerk zu
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Veranstaltungsreihe Chemiepolitische Mittagstalks 2022

09.03.2022
Mittwochs // 12:30 bis 13:15 Uhr 23. März // 30. März // 13. April // 27. April // 4. Mai Die Verschmutzung und Belastung der Welt mit toxischen Stoffen wie Industriechemikalien Pestiziden, Bioziden, Arzneimitteln und auch Plastik nimmt weiter zu. Dabei kann heute nicht mal mehr die genaue Zahl von Substanzen, die im Umlauf sind, beziffert werden. Die Schätzungen gehen hoch auf bis zu 350.000 Substanzen. Und es wird prognostiziert, dass die chemische Industrie bis 2030 ihren
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Stellungnahme deutscher NGOs zum SAICM Beyond 2020-Prozess

30.07.2021
Während die Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für den Strategischen Ansatz zum Internationalen Chemikalienmanagement SAICM aufgrund der COVID-19-Pandemie ins Stocken geraten sind, haben deutsche Nichtregierungsorganisationen eine Stellungnahme dazu verfasst, was aus ihrer Sicht nötig ist, den Umgang mit giftigen und gefährlichen Substanzen von der Rohstoffausbeute bis zur Entsorgung nachhaltig zu gestalten. Stellungnahme deutscher NGOs zum
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Chemiepolitische Mittagstalks

19.03.2021
Mittwochs | 12:30 bis 13:15 Uhr 28. April | 12. Mai | 19. Mai | 2. Juni | 16. Juni 2021 Jährlich sterben weltweit 1,6 Millionen Menschen an den Auswirkungen gefährlicher Chemikalien. Die massive Verwendung von Chemikalien, der enorme Verbrauch und Gebrauch von Rohstoffen für ihre Produktion und ein maßloses Konsumverhalten gefährden das ökologische Gleichgewicht des Planeten und die Gesundheit seiner Bewohner:innen. Der BUND, das Forum Umwelt & Entwicklung,
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Der SAICM-Prozess in Corona-Zeiten

05.06.2020
Von Alexandra Caterbow, HEJSupport Das Corona-Virus hat vielen Plänen für dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. So auch im SAICM Prozesses. Auf Grund der Pandemie musste die Vorbereitungskonferenz IP4, geplant für März 2020, sowie die eigentliche Konferenz ICCM5 im Oktober 2020, verschoben werden. Das neue Datum für ICCM5 ist nun der 5. bis 9. Juli 2021 in Bonn. Es ist noch unbekannt, ob es ein IP4 Meeting geben wird. Das SAICM-Sekretariat, unter dem
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Arbeiten an einem globalen Abkommen über Chemikalien- und Abfallmanagement gehen weiter

22.10.2019
Am 4. Oktober 2019 ist in Bangkok das dritte Vorbereitungstreffen für ein globales Abkommen zum Chemikalien- und Abfallmanagement zu Ende gegangen. Ein solches Abkommen soll ab 2020 den dann auslaufenden Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM) ablösen. Zu den Ergebnissen des dritten Vorbereitungstreffens (Intersessional Process Meeting, IP3) gehört neben der Arbeit an dem neuen Abkommen vor allem das Ausloten möglicher politischer Kompromisse zur Finanzierung der
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Chemikalien und Gender – SAICM geschlechtergerecht gestalten

06.08.2019
von Anna Holthaus und Dr. Minu Hemmati, MSP Institute e. V. Ohne Geschlechtergerechtigkeit ist die Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele nicht möglich (UN Women 2018). Dies gilt auch für den nachhaltigen Umgang mit Chemikalien und das Ziel eines gesunden Planeten für alle. Wieso das so ist und was der derzeitige Gestaltungsprozess des Strategischen Ansatzes zum Internationalen Chemikalienmanagement (SAICM) hierzu beitragen kann, möchten wir in diesem Beitrag erläutern.
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A toxics-free future for all – das sind die Positionen der Zivilgesellschaft

05.06.2019
Die Organisationen, die sich aus zivilgesellschaftlicher Perspektive weltweit im UN SAICM Prozess und auch darüber hinaus für eine giftfreie Welt einsetzen, sind eine kleine, aber feine und insbesondere gut vernetzte Gruppe engagierter, der Sache verpflichteter Menschen. Über alle Ländergrenzen und Sprachen hinweg arbeiten sie gemeinsam an politischen Positionen, reisen wenn möglich zu internationalen Verhandlungen, arbeiten aber auch auf lokaler und regionaler Ebene mit den Menschen vor
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Starting from Scratch – Chemikalien und die Vereinten Nationen

22.05.2019
Fangen wir einmal ganz von vorne an: Chemikalien sind überall - in den Produkten, die wir kaufen, den Kleidern, die wir tragen, dem Essen, das wir essen und Wasser, das wir trinken oder auch in der Tastatur, auf der wir gerade tippen. Klar ist auch, dass Chemikalien einen wichtigen Beitrag zu medizinischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Ohne Chemikalien wäre ein Leben, wie wir es heute führen, gar nicht möglich. Trotzdem oder gerade deswegen ist es so wichtig,
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Politik mit Angst und Vorurteilen statt Migrationsmanagement – EU-Parlament: Diskussion über den geplanten globalen Pakt für legale und sichere Migration

07.02.2018
Februar 2018 Es ist ja auch unter PolitikerInnen kein Geheimnis: Mehr Möglichkeiten für legale Migration würden die illegale Einwanderung, Schlepperbanden und die oft tödlichen Fahrten von Flüchtlingen in winzigen Booten übers offene Meer deutlich verringern. Hinzu kommt, dass viele MigrantInnen durchaus Qualifikationen mitbringen, die in wirtschaftlich und politisch stabilen Ländern gefragt sind. Deshalb hat die UN im September 2016 beschlossen, einen globalen Pakt für sichere und
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Auf schwieriger Betteltour durch die Hauptstädte – UNRWAs Generaldirektor: Nichts unversucht lassen, um Finanzierungs-Loch zu stopfen

02.02.2018
Februar 2018 Nein, sagt Pierre Krähenbühl, dass nun irgendjemand Geld in die Hand nähme, vortrete und die Lösung präsentiere, damit sei nicht zu rechnen. Und so hat sich der Generaldirektor des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) selbst auf eine Marathon-Reise durch die Hauptstädte der Welt gemacht, um möglichst bald die große finanzielle Lücke schließen zu können, die
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Trade is interesting!

13.12.2017
Interview mit Mark Dearn, Senior Trade Campaigner bei War on Want / UK Interview im Rahmen der 11. Ministerkonferenz der WTO. Wir berichten aus Buenos Aires von der 11. Handelsministerkonferenz der WTO. Heute wollen wir ein Interview mit Mark Dearn von der britischen NGO War on Want mit Euch teilen. Mark erklärt, warum Handelspolitik uns alle angeht und wieso es sich lohnt, sich zu engagieren!
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Auf ein Neues – WTO soll zum Thema Investitionen verhandeln: Investitionserleichterung als Einfallstor für ISDS?

12.12.2017
Derzeit kommen in Buenos Aires die 164 Mitglieder der WTO zusammen, um über die weitere Ausgestaltung zu verhandeln. Dabei stehen dieses Mal neben den Doha-Themen, auch genannt die Doha-Development-Agenda, auch der Wunsch auf der Liste über die so genannten neuen Themen zu diskutieren und ggf. zu verhandeln. Eines dieser neuen Themen ist Investionserleichterung – Investment Facilitation. Schon beim Wort Investitionen schellen die Alarmglocken. Zu Recht. So sind doch die
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Zivilgesellschaft unerwünscht?

11.12.2017
Argentinien verweigert Nichtregierungsorganisationen die Teilnahme an der WTO-Ministerkonferenz Über 60 Personen von mehr als 20 Organisationen hatten etwa zehn Tage vor Beginn der 11. WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires (wir berichteten hier) Post vom WTO-Sekretariat in ihrem Emaileingang. Darin wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre von der WTO bereits akzeptierte Akkreditierung von der argentinischen Regierung nicht akzeptiert würde, eine Einreise nach Argentinien sei fraglich.
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Gender gut alles gut? Ist „Gender“ der neue Weg, um die aktuelle Ausrichtung internationaler Handelspolitik zu legitimieren?

11.12.2017
Heute ist der erste offizielle Verhandlungstag der 11. Ministerkonferenz (MC11) der WTO. Neben den Doha-Themen erhitzen insbesondere die neuen Themen die Gemüter. Doch nicht nur auf dem multilateralen Parkett, auch bi- und plurilateral ist die aktuelle Ausrichtung der internationalen Handelspolitik stark umstritten. Wir beobachten verschiedene Versuche, diese Politik zu re-legitimieren. Die EU-Kommission bemüht sich beispielsweise, durch den Vorschlag eines multilateralen
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