Grußwort von Christian Wilmsen zum 25. Geburtstag des Forum Umwelt und Entwicklung

31.01.2018
Liebe Geburtstagsgäste, bitte gestatten Sie mir eine historische Vorbemerkung zur leichteren Einordnung meiner wenigen Worte! Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung - UNCED -  vom Juni 1992 prägte stärker als jedes andere politische Ereignis davor und danach die deutschen NRO-Strukturen. Nicht nur das Forum Umwelt und Entwicklung deutscher Nichtregierungsorganisationen, dessen Geburtstag wir heute feiern, ist eine direkte Folge dieser Konferenz,
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Veröffentlichungen

Rio+25: Web-Feature zum Jubiläum

09.06.2017
Die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung fand vom 03. bis 14. Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie legte Meilensteine für die weltweite Nachhaltigkeitspolitik. Im Juni 2017 jährt sich die Rio-Konferenz zum 25. Mal. Im Jahr des Jubiläums fragen wir ExpertInnen, was wir seitdem für die Nachhaltigkeit erreicht haben, und zeigen zentrale Begleitdokumente der deutschen Zivilgesellschaft vom Rio-Gipfel. Alle weiteren Beiträge finden Sie hier.
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Die 1992 in Rio beschlossene Agenda 21

09.06.2017
Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine Festschreibung der Ungleichheiten zwischen und innerhalb von Nationen, eine Verschlimmerung von Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie die fortgesetzte Zerstörung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Eine Integration von Umwelt- und Entwicklungsbelangen und die verstärkte Hinwendung auf diese wird indessen eine Deckung der Grundbedürfnisse, höhere Lebensstandards für alle,
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Klaus Töpfer: Geringe Erwartungen – große Euphorie

02.06.2017
1 Sie waren ja 1992 bei der Rio-Konferenz deutscher Umweltminister, was waren denn Ihre Erwartungen vor der Konferenz, wurden die erfüllt, kann man im Nachhinein sagen, die Konferenz hat das gebracht, was sie bringen sollte? Die Erwartungen an die Konferenz 1992 waren denkbar schlecht. Das hat unter anderem dazu geführt, dass der damalige EU-Kommissar für Umwelt es ablehnte, dort hin zu fahren und das auch in einer Pressekonferenz mit großem Nachdruck zum Ausdruck brachte. Da
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Christa Wichterich: Die zentralen Themen der Frauenbewegung sind nicht abtrennbar von Ökologie

02.06.2017
1 Schon seit Jahrzehnten engagieren Sie sich für die Frauenbewegung und setzen eine besondere Verbindung zu ökologischen Fragen. Wieso ist es wichtig, diese zwei Themen zusammenzudenken? Es war immer schon ein Markenzeichen des Feminismus, Themen zusammenzudenken, weil sie zusammenhängen. Ökonomie und Arbeit, ein zentrales Themenfeld von Frauenbewegungen, sind nicht abtrennbar von der Ökologie und dem gesellschaftlichen Bezug auf Natur. Umweltzerstörung durch Kommerzialisierung und
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Dr. Klaus Wazlawik: Jeder ist aufgefordert das Thema ‘Nachhaltigkeit’ ernst zu nehmen, seinen Lebensstil zu überdenken und sich zu engagieren

01.06.2017
1  Können Sie uns einen Einblick darüber geben, wieso Sie sich seit so langer Zeit für Nachhaltigkeit engagieren? Mein Studium absolvierte ich an der Bergakademie in Freiberg: Studiengang Tiefbohrtechnik und Erdölgewinnung, mit Abschlussdiplom. Bis Januar 1990 arbeitete ich  als Entwicklungsingenieur im VEB Hydrogeologie Nordhausen und VEB Baugrund Berlin. Ich nahm dann bis Oktober 1990 eine Tätigkeit im Umweltministerium der ehemaligen DDR ein, von Oktober 1990 bis 2005 arbeite ich
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Jürgen Maier: Hätten die Regierungen die Agenda 21 nach 1992 umgesetzt, bräuchten wir gar keine SDGs

01.06.2017
1 Du bist damals bewusst nicht zum Gipfel gefahren? Warum? Ich war damals verantwortlich für die Vorbereitung eines der beiden Alternativgipfel zum Münchner G7-Gipfel im Juli 1992, man nannte diese Veranstaltungen damals noch „Weltwirtschaftsgipfel“. Ehrlich gesagt, ich fand den „Weltwirtschaftsgipfel“ wichtiger als die Rio-Konferenz – die Vorstellung, dass die Regierungen der Welt sich einstimmig auf etwas Sinnvolles einigen würden, fand ich relativ utopisch.
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Urheberin: Bettina Keller

Barbara Unmüßig: Mit viel Pragmatismus jedenfalls haben wir weitergemacht, wollten Rio lebendig halten und die guten Elemente davon umgesetzt sehen

01.06.2017
[caption id="" align="alignleft" width="347"] Urheberin Bettina Keller[/caption] 1 Frau Unmüßig, sie waren Leiterin der Projektstelle der UN-Konferenz Umwelt und Entwicklung (UNCED), des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Vorbereitung des Gipfels in Rio de Janeiro 1992. Was war Ihre Motivation die Konferenz mit vorzubereiten und in welcher Rolle sahen sie sich in dieser Position vor und während des Gipfels?
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Marie-Luise Abshagen: Die Staaten selber haben die Nachhaltigkeitsagenda geschaffen, jetzt müssen sie sie auch umsetzen!

31.05.2017
1 Was hast du eigentlich im Juni 1992 gemacht als der sogenannte Erdgipfel in Rio tagte? Wann und in welchem Zusammenhang hast du das erste Mal von der Rio-Konferenz gehört? Bei Gipfel 1992 war ich natürlich noch sehr jung. Trotzdem war die Zeit für meine Familie sehr wichtig, da wir aus der ehemaligen DDR kommen und Anfang der 1990er natürlich für alle eine neue aber auch sehr unsichere Zeit war. Wie viele andere sind wir beispielsweise bald darauf aufgrund von Veränderungen auf dem
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Hubert Weinzierl: In Rio haben wir begriffen, dass Nachhaltigkeit nur im internationalen Verbund zu lösen ist

31.05.2017
1 Vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen in Stockholm und Ihrer Arbeit im deutschen Vorbereitungskomitee, mit welchen Erwartungen sind Sie 1992 in die Konferenz in Rio gegangen? Damals herrschte eine ungeheure Aufbruchsstimmung, insbesondere im Lager der europäischen Delegationen und es gab Hoffnungen auf allen Bereichen der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik. Leider wurden alle guten Vorsätze und auch die Beschlüsse von Rio nicht erfüllt, so dass Rio eigentlich eine verpasste Chance war.
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Jens Martens: Gejammer über die Schwäche der NGOs ist keine Option

31.05.2017
1 Du arbeitest seit Beginn an, am Rio-Prozess und hast schon den ersten Gipfel 1992 mitverfolgt. Bist du frustriert oder motiviert, wenn du auf die letzten 25 Jahre blickst? Wenn ich völlig frustriert wäre, würde ich mich mit den Themen von Rio vermutlich nicht mehr beschäftigen. Richtig ist allerdings auch, dass wir in vielen Bereichen, vom Klimaschutz bis zur Finanzmarktregulierung, nicht die Fortschritte sehen, die eigentlich nötig wären. Die Beharrungskräfte derer, die vom Status quo
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Rio +20 – Ein Positionspapier

20.05.2017
Auch 2012, zwanzig Jahre nach Rio 1992 ist der ursprüngliche Auftrag für Rio 1992 unerfüllt: „Rio soll den Übergang von einem fast aussschließlich auf die Förderung wirtschaftlichen Wachstums ausgerichteten Wirtschaftsmodell zu einem Modell herbeiführen, das von den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung ausgeht, bei dem der Schutz der Umwelt und der rationellen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen entscheidende Bedeutung zukommt". Das war der Auftrag der UN-Generalversammlung
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Rio +10 – Eine Bilanz

20.05.2017
Ebenfalls 2002, kurz vor dem Gipfel in Johannesburg, zog das Forum Umwelt und Entwicklung mit zahlreichen unterzeichnenden NGOs erneut Bilanz und ordnete die Entwicklungen und Ereignisse aus dem Zeitraum von 1992 bis 2002 ein. „Rio" steht für eine Vision. Bei der UN-Konferenz Umwelt und Entwicklung (UNCED), die im Juni 1992 in Rio de Janeiro stattfand, verpflichteten sich über 100 Staats- und Regierungschefs auf das Leitbild nachhaltiger Entwicklung. Sie versprachen
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Rio +5 – Eine Bilanz

19.05.2017
1997 jährte sich die Riokonferenz das fünfte Mal. Anlässlich dieses Jubiläums zog das Forum Umwelt und Entwicklung Bilanz zu den Rio-Beschlüssen und den bis dato stattgefundenen Umsetzungs-Prozessen. Fünf Jahre nach der Konferenz der Vereinten nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro steht eine erste Zwischenbilanz an. Dabei geht es vor allem darum zu überprüfen, wieweit das Aktionsprogramm von Rio, die Agenda 21, bisher verwirklicht wurde.
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Erklärung der in Rio anwesenden internationalen NGOs: Der „Weltgipfel“ hat die Erwartungen enttäuscht, die er selbst für die Menschheit geschaffen hat.

18.05.2017
Erklärung der in Rio anwesenden internationalen NGOs zum Abschluss der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) - Rio, den 24.06.1992 "Wir, Nichtregierungsorganisationen aus der ganzen Welt, nationale und internationale Netzwerke und soziale Bewegungen, versammelt in Rio de Janeiro auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung sowie im Forum Global, bekräftigen hiermit unsere Verpflichtung für die Zukunft:"
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Erklärung der in Rio anwesenden deutschen NGOs: Regierungen unfähig, die globale Krise zu lösen

18.05.2017
Erklärung der in Rio de Janeiro anwesenden deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zum Abschluss der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) - Rio, den 13.9.1992 In dieser Erklärung formulierten die in Rio anwesenden deutschen NGOs in einem Resümee sowohl ihre Einschätzungen und Bedenken hinsichtlich des Erdgipfels, als auch ihre Forderungen an die Bundesregierung. Die gesamte Erklärung finden Sie hier.
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NRO holen sich das Recht zur Teilnahme

17.05.2017
Beim ersten PrepCom in Nairobi hatten die NRO nach fünf Tagen zäher Debatte das Recht erhalten, an den Tagungen des Vorbereitungskomitees teilzunehmen. Sie konnten unabhängig von ihrem Status bei der UNO Statements abgeben und vorbereitete Texte beim Vorsitz einreichen. Dies war ein wichtiger Präzedenzfall, der später von der UN-Generalversammlung gebilligt werden sollte. Während der fünftägigen Diskussion sprach sich keine Delegation direkt gegen das Prinzip einer
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Ein UNCED-Leitfaden der Projektstelle des DNR/BUND

17.05.2017
Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) - Ein Leitfaden Im Zuge der Vorbereitungen der Rio-Konferenz wurde eine UNCED-Projektstelle des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eingerichtet. Dies erfolgte sowohl aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, als auch aus Eigenbeiträgen der Verbände. Diese Projektstelle machte sich zur Aufgabe die Öffentlichkeit
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