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Das Forum Fragt: Führt der Iran-Krieg zu einer neuen globalen Hungerkrise?

2. Juli, 11:0012:00

Die Folgen des Iran-Kriegs sind nicht nur steigende Spritpreise. Droht weit darüber hinaus eine neue, globale Ernährungs- oder gar Hungerkrise?

Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, ist für den Transport großer Mengen von Erdöl und Erdgas von zentraler Bedeutung. Seit der Krieg den Schiffsverkehr dort weitgehend zum Erliegen gebracht hat, kommt es zu erheblichen Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen. Selbst eine baldige Wiederöffnung der Route dürfte die Folgen nicht kurzfristig beseitigen.

Die Auswirkungen treffen nicht nur den Energiesektor. Auch die Herstellung und der Transport von fossilen Düngemitteln verteuern sich, was weltweit die Produktionskosten für Lebensmittel erhöht. Besonders betroffen sind Länder, die auf Lebensmittel- und Düngemittelimporte angewiesen sind und in denen Haushalte bereits einen großen Teil ihres Einkommens für Nahrung ausgeben. Dort steigen die Preise für Grundnahrungsmittel besonders stark.

Steht die Welt vor einer neuen Ernährungs- oder gar Hungerkrise – oder ist sie bereits Realität? Reichen die bisherigen Krisenreaktionen oder gibt es Handlungsspielraum für eine Abkehr von fossilen Energien und einem von externen Betriebsmitteln abhängigen Agrarsystem? Welche kurzfristigen Gegenmaßnahmen sind nötig? Welche langfristigen politischen Antworten braucht es von den UN, der EU und der Bundesregierung? Und welche Rolle kann das Iran-Abkommen spielen?

Diese Fragen diskutiert Josephine Koch, Co-Koordinatorin der AG Landwirtschaft und Ernährung des Forum Umwelt und Entwicklung mit Stig Tanzmann, Referent für Landwirtschaft bei Brot für die Welt.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt.

Bitte melden Sie sich hier an, um den Zoom-Link zu erhalten: https://us02web.zoom.us/meeting/register/R4c8cboxQEyqfO-2ypGBtg