Neues Fakten- und Forderungspapier des AK Rohstoffe

Im Rahmen des 3. Rohstoffgipfels am 6. Oktober 2026 launchte der AK Rohstoffe sein neues Fakten- und Forderungspapier. Das bundesweite Netzwerk rohstoffpolitischer Organisationen, in dem sich auch das Forum Umwelt und Entwicklung aktiv engagiert, fordert darin von der Bundesregierung eine umfassende Rohstoffwende, die Ressourcen weltweit gerecht schützt und eine Zukunft für alle sichert.

Die 35 unterzeichnenden Organisationen fordern von der Bundesregierung:

  1. Lieferkettengesetze stärken Menschenrechte: Verbindliche gesetzliche Vorgaben bleiben
    unerlässlich. Das Schutzniveau des deutschen Lieferkettengesetzes erhalten, es wirksam durchsetzen sowie bestehende Schwächen des Gesetzes bei der Umsetzung der CSDDD in deutsches Recht beheben, insbesondere durch eine gut ausgestaltete Haftungsregelung und eine
    unabhängige Durchsetzungsbehörde.
  2. Umwelt und Wasser wirksam schützen: Die Wasserrahmenrichtlinie konsequent umsetzen, Umwelt und Sozialverträglichkeitsprüfungen ohne Abstriche sichern und besonders sensible Ökosysteme vor Rohstoffabbau schützen.
  3. Wer betroffen ist, muss mitentscheiden: Den Zugang zu Informationen, wirksame Beteiligung und wirksame Beschwerde und Abhilfeverfahren für betroffene Bevölkerungsgruppen sicherstellen. Die Rechte indigener Völker, insbesondere FPIC, verbindlich umsetzen.
  4. Weniger Rohstoffverbrauch schafft Versorgungssicherheit: Langlebige Produkte, Wiederverwendung, Reparatur und hochwertiges Recycling gezielt fördern. Durch die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie den Primärrohstoffverbrauch in Deutschland bis 2045 auf 7–8 Tonnen pro Kopf und Jahr senken. Mit einem ambitionierten Circular Economy Act der EU verbindliche Ziele zur Senkung des Primärrohstoffverbrauchs und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft festlegen, ohne bestehende zirkuläre Wertschöpfungsketten im Globalen Süden zu schwächen.
  5. Öffentliche Gelder zukunftsfähig investieren: Öffentliche Finanzierungsinstrumente im
    Rohstoffsektor, wie Außenwirtschaftsförderung und Rohstofffonds, an verbindliche Umwelt-, Menschenrechts- und Transparenzstandards koppeln. Umwelt und Sozialprüfungen sowie Finanzierungsstrukturen der Projekte vor einer Förderentscheidung öffentlich machen. Öffentliche Mittel im Rohstoffsektor vorrangig in die Kreislaufwirtschaft investieren.

Das vollständige Forderungspapier samt der Faktenlage findet sich hier.

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