Standpunkte

Kein EU-USA-Handelsdeal auf Kosten von Klima, Demokratie und Souveränität

26.03.2026
In einer gemeinsamen Erklärung fordern über 50 Organisationen der globalen Zivilgesellschaft, dass der geplante EU-USA-Deal nicht zu Lasten von Klima, Demokratie und europäischer Souveränität gehen darf. Das Europäische Parlament stimmt heute über zentrale Zollbestimmungen des geplanten EU-USA-Deals ab. Vorgesehen ist unter anderem, US-Waren weitgehend zollfrei in die EU zu lassen, während für viele europäische Exporte weiterhin Zölle gelten sollen. Darüber hinaus umfasst das
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Stellungnahmen

Schutz geht vor

26.03.2026
EU-Entscheidungsträger*innen müssen für sichere Chemikalien und einen hohen Gesundheits- und Umweltschutz sorgen Neun deutsche zivilgesellschaftliche Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz wenden sich mit einem Statement* an deutsche Abgeordnete auf Bundes- und europäischer Ebene. Auch wenn mit der REACH-Verordnung die Europäische Union als weltweiter Vorreiter bei der Regulierung von Chemikalien gilt, ist das Schutzniveau von Mensch und Umwelt noch
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Analysen

Zollbruchstellen im System

04.03.2026
Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit werden WTO-Prinzipien wie Meistbegünstigung missachtet, der Streitschlichtungsmechanismus blockiert – mit wachsendem Reformdruck zur 14. WTO-Ministerkonferenz in Yaoundé.​ Aber: Bereits vor dieser Eskalation war das System weder gerecht noch inklusiv, vor allem für Länder des Globalen
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Stellungnahmen

Rohstoffpolitische Stellungnahme zum BMZ-Aktionsplan

12.02.2026
Als zivilgesellschaftliche Organisationen des AK Rohstoffe haben wir die Vorstellung des Aktionsplans „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ (vom 7.10. 2025) , der den Rahmen für Ziel 3 des neuen BMZ-Reformplans (vom 12.1.2026) stellt, mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Damit geht das BMZ einen deutlichen Schritt in Richtung engerer Einbindung deutscher Unternehmen in die entwicklungspolitische Arbeit und öffnet sich einer strategischen Ausrichtung an
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Stellungnahmen

KLAMATH RIVER ACCORD

11.02.2026
Protecting Free-Flowing Rivers and Recognizing Dam Removal as a Climate and Justice Imperative Preamble We, the undersigned individuals, Tribes, Indigenous groups/peoples, organizations, municipal governments, and allied entities, bear witness to the historic removal of the Klamath River Dams, an unprecedented step toward restoring the health of the river, revitalizing salmon populations, and upholding the rights and sovereignty of Tribes and Indigenous Peoples. This Accord was conceived,
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Analysen

Zwischen Nickelboom und Palmölfluch

09.02.2026
Ein Reiseführer durch das EU-Indonesien-Abkommen Die EU und Indonesien haben die Verhandlungen über ein sogenanntes „Comprehensive Economic Partnership Agreement“ (CEPA) abgeschlossen. Der nun veröffentlichte Vertragstext beschreibt ein weitreichendes Handels- und Investitionsabkommen, das den Zugang zu Rohstoffen sichern, Zölle senken und europäische Investitionen erleichtern soll. Doch hinter den wirtschaftlichen Versprechen steht ein Abkommen mit hoher Sprengkraft: Indonesien ist
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Positionspapiere

Aktualisiertes PFAS-Positionspapier

08.12.2025
Aktualisierte Fassung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Beurteilung zum fortgeschrittenen Regulierungsprozess: PFAS sind eine Stoffgruppe mit mehr als 10.000 Substanzen und sie belasten die Umwelt und gefährden unsere Gesundheit. Ihre Persistenz sorgt dafür, dass sie einmal in die Umwelt entlassen, dort nicht mehr verschwinden. Daher werden sie auch Ewigkeitschemikalien genannt. Im aktualisierten Positionspapier von elf NGOs finden sich neue Forschungserkenntnisse und triftige
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Analysen

Finanzierung ökologischer Gerechtigkeit

18.03.2024
Das Recht auf eine gesunde Umwelt und seine finanzpolitischen Implikationen Am 28. Juli 2022 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, in der sie das Recht auf eine gesunde Umwelt anerkannte. Die Resolution wurde ohne Gegenstimmen angenommen, lediglich acht Staaten enthielten sich bei der Abstimmung. Im Kontext der vielfältigen ökologischen Krisen – Klima, Biodiversität, Verschmutzung –, mit denen wir uns zur Zeit konfrontiert sehen, gab es einige mediale Aufmerksamkeit
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Analysen

Bitte wenden!

11.03.2024
Die 4. Internationale Konferenz über Entwicklungsfinanzierung und ihre größten Herausforderungen Im Dezember 2023 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen endlich das Mandat zur Einberufung der 4. Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FfD4) erteilt. In einem herausfordernden wirtschafts- und geopolitischen Umfeld werden hohe Erwartungen an die Konferenz gestellt. Einerseits sollen Mittel und Wege gefunden werden, zusätzliche Gelder zu mobilisieren, um die
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Analysen

Vom Ende her gedacht

17.04.2024
Erste Überlegungen zum Follow-up für die 4. Internationale Konferenz über Entwicklungsfinanzierung Ende 2023 haben sich die Mitglieder der Vereinten Nationen mit vier Jahren Verspätung endlich darauf geeinigt, zu einer 4. Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (FfD4) zusammenzukommen. Entsprechend haben die Diskussionen über die möglichen Inhalte und Beschlüsse einer solchen Konferenz begonnen, die Ende Juni/Anfang Juli 2025 in Spanien stattfinden wird. Während
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Positionspapiere

Positionspapier Welternährung 2030: 11 Schritte für eine Zukunft ohne Hunger

12.11.2025
Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober fordern 23 umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen, die globalen Strategien zur Hungerbekämpfung durch 11 konkrete Handlungsschritte neu auszurichten. Das Bündnis kritisiert, dass das Ziel der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – kein Hunger bis 2030 – in weite Ferne gerückt ist. Bisherige Ansätze, die darauf setzen, Produktivität zu steigern und private Investitionen zu fördern, haben sich als unzureichend und
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Stellungnahmen

All eyes on Gaza – Food is not a weapon

19.09.2025
Stellungnahme gegen das Aushungern in Gaza anlässlich der Großkundgebung am 27.9.2025 “All Eyes on Gaza” in Berlin  Erarbeitet von der AG Landwirtschaft und Ernährung des Forum Umwelt und Entwicklung. 600.000 Menschen in Gaza droht der unmittelbare Hungertod. Täglich sterben Menschen in Gaza aufgrund von Unterernährung. Über 1.400 Menschen wurden seit Mai 2025 von israelischen Soldat*innen und Söldner*innen an den Verteilzentren der Gaza Humanitarian Foundation getötet, als sie
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Stellungnahmen

Stakeholder Statement Deutschland VNR 2025

27.08.2025
Im Rahmen des deutschen Voluntary National Review beim High Level Political Forum (HLPF) 2025 wurde ein gemeinsames Stakeholder-Statement erarbeitet und getragen wird von: Forum Umwelt und Entwicklung, VENRO, DGB, BDI, Wissenschaftsplattform, Kommunale Vertretungen, Jugenddelegierte. Vortragetragen wurde es von Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung Excellencies, Distinguished guests, I am speaking to you as a representative of a group of German stakeholders, which includes
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Stellungnahmen

Stellungnahme zum Krieg in Gaza

25.08.2025
Das Forum Umwelt und Entwicklung koordiniert für seine Mitglieder seit vielen Jahren Arbeit zu den Sustainable Development Goals, zahlreichen UN-Prozessen und den universellen Menschenrechten, darunter dem Menschenrecht auf Nahrung (siehe bspw. hier). Im Gazastreifen wird aktuell das Menschenrecht auf Nahrung der gesamten Bevölkerung verletzt: 100 Prozent der Bevölkerung leiden durch die Kriegshandlungen der israelischen Regierung inkl. gezielten Blockaden, Vertreibungen und gegen die
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Meere

Frauenökonomie in der handwerklichen Fischerei

30.07.2025
Blue Economy und die lokalen Küstengemeinschaften Gemeinhin wird die Fischerei als eine Männerdomäne angesehen. In unserer Vorstellung gehen Männer dem harten Beruf des Fischers nach und schuften auf Fischbooten und Trawlern. Frauen verarbeiten den Fisch zuhause oder verkaufen ihn auf dem Markt. Sie als »Fischerfrauen« zu bezeichnen, führt in die Irre. Denn als Kleinunternehmerinnen behaupten sich Frauen in der gesamten Wertschöpfungskette der handwerklichen Fischerei: Frauen sind das
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Blogs

Auf dem Weg zu einer Lösung?

18.06.2025
Wo wir im internationalen Chemikalienmanagement stehen Vor anderthalb Jahren wurde in Bonn ein neues Rahmenwerk für das internationale Chemikalienmanagement verabschiedet. Seitdem ist einiges passiert, doch nur weniges, was wirklich auf das Konto für einen besseren Schutz von Mensch und Umwelt einzahlt. Derzeit liegt der Fokus auf dem Schließen von Lücken im Rahmenwerk. Es gilt aber, dringend in die Umsetzung zu kommen. Nach zähen Verhandlungen und Verzögerungen bedingt durch die
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Positionspapiere

Statement – Was das EU Omnibus-Paket für den Mineralien- und Metallsektor bedeutet

17.06.2025
Juni 2025 Im Februar 2025 hat die EU-Kommission einen Vorschlag für ein sogenanntes 'Omnibus-Vereinfachungspaket' vorgestellt, das darauf abzielt, die wichtigsten EU-Nachhaltigkeitsvorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, Sorgfaltspflicht und Taxonomie zu vereinfachen. Dieses Paket würde erhebliche Abschwächungen der Richtlinie über die unternehmerische Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit (CSDDD) mit sich bringen, die erst letztes Jahr von der EU verabschiedet
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ICCM5 Bonn Gruppenfoto
Untertitel: copyright
Positionspapiere

Auf dem Weg zum Phase-Out von hochgefährlichen Pestiziden

06.05.2025
Der Beschluss über die Gründung einer Globale Allianz zu Hochgefährlichen Pestiziden (Global Alliance on Highly Hazardous Pesticides) ist einer der größten Erfolge der Weltchemikalienkonferenz, die im September 2023 in Bonn stattfand und die unter dem Global Framework on Chemicals entstehen soll. Festgelegt in der Resolution 11 hat die Globale Allianz das übergeordnete Ziel, das Ziel A7 des GFC zu unterstützen: A7 – Bis 2035 haben Stakeholder wirksame Maßnahmen ergriffen,
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Rundbriefe Archiv

Rundbrief I/2025: Kleider machen Probleme

08.04.2025
Der Lebenszyklus der Mode und seine Herausforderungen Liebe Leserinnen und Leser, täglich stehen viele vor der Herausforderung: Was ziehe ich an? Kleidung ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand, sie spiegelt Identität, Individualität oder Zugehörigkeit zu einem Kollektiv wider. Kleider machen Leute, das war schon immer so, und ebenso waren es schon immer Leute, die Kleider machten. Aktuell gilt dies mehr denn je, denn der Textilmarkt boomt. Die Branche wächst beständig. Immer neue
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Positionspapiere

Demokratie schützen, Gemeinwohl fördern

04.03.2025
Mehr als 75 Organisationen und Bündnisse fordern wirksame Kontrolle digitaler Plattformen Ein breites gesellschaftliches Bündnis von mehr als 75 Organisationen und Bündnissen mit über 1.000 Mitgliedsorganisationen fordert die Verhandlungsführenden der Sondierungsgespräche von Union und SPD in einem am 4.3. veröffentlichten Brief auf, die Kontrolle von Online-Plattformen und eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung auf die Agenda der Sondierungsgespräche zu setzen.
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