Zollbruchstellen im System

Für eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Handelspolitik über die WTO hinaus

Die aktuelle Handelspolitik zeigt den Verfall der „regelbasierten“ Ordnung: Seit Trumps zweiter Amtszeit werden WTO-Prinzipien wie Meistbegünstigung missachtet, der Streitschlichtungsmechanismus blockiert – mit wachsendem Reformdruck zur 14. WTO-Ministerkonferenz in Yaoundé.

Aber: Bereits vor dieser Eskalation war das System weder gerecht noch inklusiv, vor allem für Länder des Globalen Südens. Kritik entzündete sich an ungerechten Agrarsubventionen der Industrieländer, TRIPS-bedingten Monopolen auf Saatgut und Medikamente, digitaler Liberalisierung, einseitigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie EUDR und CBAM sowie Investor-Staat-Schiedsverfahren.​ Reformen, die nur den Status Quo Ante Trump wiederherstellen wollen, sind entsprechend zum Scheitern verurteilt.

Die Autoren dieses neuen Papiers fordern entsprechend eine grundlegende Umdeutung: Handel als Instrument menschenrechtsbasierter, ökologisch tragfähiger Entwicklung, mit konsequentem Ausbau von Sonderbehandlungen für arme Staaten, Abschaffung von Investorenprivilegien und Einbettung in eine breitere Agenda ökonomischer Gerechtigkeit.

Erhalten Sie die neuesten Analysen, Positionen und Veranstaltungshinweise des Forum Umwelt und Entwicklung. Abonnieren Sie unseren Newsletter!