Zwischen Nickelboom und Palmölfluch
Ein Reiseführer durch das EU-Indonesien-Abkommen
Die EU und Indonesien haben die Verhandlungen über ein sogenanntes „Comprehensive Economic Partnership Agreement“ (CEPA) abgeschlossen. Der nun veröffentlichte Vertragstext beschreibt ein weitreichendes Handels- und Investitionsabkommen, das den Zugang zu Rohstoffen sichern, Zölle senken und europäische Investitionen erleichtern soll.
Doch hinter den wirtschaftlichen Versprechen steht ein Abkommen mit hoher Sprengkraft: Indonesien ist mit über 270 Millionen Einwohner*innen nicht nur das viert-bevölkerungsreichste Land der Welt, sondern auch einer der wichtigsten Lieferanten für strategische Rohstoffe wie Nickel und Bauxit sowie Palmöl.
Diese werden in Europa unter anderem für Elektromobilität oder Lebensmittelproduktion benötigt, gleichzeitig geht deren Ab- und Anbau mit massiven Umweltzerstörungen, Landkonflikten sowie Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen einher.
CEPA könnte diese negativen Dynamiken verschärfen: durch noch mehr Export dieser Güter – aber ohne Verpflichtungen zur Beseitigung der oben genannten Missstände.
Diese Publikation nimmt das Abkommen unter die Lupe – kritisch, faktenbasiert und mit dem Blick auf globale Gerechtigkeit.
