Einleitung
Seit 1970 ist der Bestand von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien weltweit um mehr als zwei Drittel geschrumpft. Diese Krise der biologischen Vielfalt hat auch soziale Folgen und Ursachen: Menschen, die in besonderem Maß von sogenannten Ökosystemdienstleistungen abhängig sind, leiden verstärkt unter dem Kollaps von Ökosystemen, beispielsweise KüstenfischerInnen oder PastoralistInnen. Die größten Treiber des Biodiversitätsverlustes sind ökonomisch: Landwirtschaft und Bergbau, Ressourcenextraktion, Handel und Klimawandel.
Entsprechend bearbeitet die AG Biodiversität im Forum Umwelt und Entwicklung das Thema Biologische Vielfalt als sowohl ökologisches als auch sozioökonomisches Thema. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Koordinierung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal, der 2022 von den Vertragsstaaten auf der 15. COP des Übereinkommens über die biologische Vielfalt im kanadischen Montreal geschlossen wurde. Thematisch umfasst die Arbeit Fragen zu pflanzen- und tiergenetischen Ressourcen, sowie der Erhalt der Rechte indigener Völker und traditioneller lokaler Gemeinschaften. Darüber hinaus stehen Biotechnologien und die internationalen Verhandlungen zum Cartagena-Protokoll über Biologische Sicherheit im Fokus, ebenso wie die Bedeutung von Biodiversität in den Sustainable Development Goals.