Crashkurs Rohstoffwende 2025
Veranstaltungsreihe:
Onlineveranstaltung am Dienstag 08.07.2025
Physische Veranstaltung am Donnerstag 10.07.2025 & Freitag 11.07.2025 in Berlin
für politisch Aktive und Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften, Medien,
sozialen Bewegungen sowie umwelt- & entwicklungspolitischen Organisationen
Im diesjährigen Crashkurs Rohstoffwende legen wir unseren Schwerpunkt auf das Leichtmetall
Aluminium, welches unverzichtbar für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare
Energien ist. Berlin als Veranstaltungsort steht dabei nicht nur für politische Debatten und
zivilgesellschaftliche Vernetzung, sondern ist selbst ein großer Aluminiumverbraucher: Sei es durch
den Verkehr mit über 1,2 Millionen zugelassenen Fahrzeugen, zahlreiche Leichtbauhallen im
Stadtbild oder Betriebe, die Aluminium in der Bau-, Elektro- oder Mobilitätsbranche
weiterverarbeiten.
Zwar ist Aluminium vielseitig einsetzbar, doch die Herstellung ist eine der energie- und
rohstoffintensivsten weltweit. Der Abbau von aluminiumhaltigen Erz Bauxit führt in Ländern wie
Guinea und Brasilien zu gravierenden sozialen und ökologischen Problemen: Wälder werden gerodet,
durch metallhaltigen Staub kommt es zur Verschmutzung von Luft und Wasser und damit zur
Beeinträchtigung von Lebensgrundlagen, Bewohner*innen werden zwangsumgesiedelt und erhalten
keine oder keine ausreichenden Entschädigungen. Diese Praktiken verstärken koloniale
Kontinuitäten entlang der globalen Lieferketten und stellen eine massive Verletzung von
Menschenrechten dar.
Eine sozial- und umweltgerechte Rohstoffwende ist daher dringend notwendig. Dazu gehören
verbindliche Ziele zum Schutz von Ressourcen, die Einhaltung von Menschenrechten sowie die
Förderung einer Kreislaufwirtschaft. Aluminium bietet hier großes Potenzial: Es kann nahezu
unbegrenzt recycelt werden, wobei nur fünf Prozent der Energie benötigt werden, die für die
Primärproduktion erforderlich sind. Aktuell deckt Deutschland seinen Aluminiumbedarf allerdings
hauptsächlich über Importe, ein Großteil davon stammt aus Bauxitminen in Guinea. Um dem zu
begegnen, braucht es verbindliche politische Maßnahmen für die die Stärkung der verschiedenen R-
Strategien im Umgang mit Aluminium und die Reduktion des Primärverbrauchs sowie klare Ziele für
die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz entlang der Lieferketten.
Der Crashkurs Rohstoffwende bietet eine Plattform, um diese Themen zu diskutieren und gemeinsam
Strategien für eine gerechte Rohstoffwende zu entwickeln. Neben spannenden Inputs zu den
globalen Auswirkungen des Bauxitabbaus und der Weiterverarbeitung wird es einen Stadtrundgang
geben, bei dem zentrale Orte der rohstoffpolitischen Landschaft besucht und unterschiedliche
Formen zivilgesellschaftlicher Arbeit vorgestellt werden. Zudem lernen wir Recyclingtechnologien
und Möglichkeiten zur Ressourcenschonung kennen – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen
Zukunft. Wir freuen uns auf den Austausch und die Vernetzung mit Euch!
Programm
Online Webinar, Dienstag 08.07.2025
18:00 – 19:45 Uhr
Physische Veranstaltung, Donnerstag 10.07.2025
09:00 – 19:30 Uhr
Physische Veranstaltung, Freitag 11.07.2025
09:00 – 16:00 Uhr
Agenda und weitere Details: Programm Crashkurs 2025
Anmeldung bis zum 31. Mai 2025:
Wir bitten um eine kurze Bewerbung mit Name und ggf. Organisation (Partei/ NGO/ Medium)
und Motivation zur Crashkurs-Teilnahme hier im Anmeldeformular.
Teilnahmebeitrag:
25€ (für Organisationen 50€) inkl. Verpflegung
Es soll nicht am Geld scheitern (bitte im Zweifel bei elena.gnant@power-shift.de melden).
Achtung:
Im Teilnahmebeitrag ist keine Übernachtung inbegriffen. Wir bitten darum, möglichst
eigenständig Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin zu organisieren. Sollte dies nicht möglich
sein, meldet euch bitte zeitnah bei uns und wir versuchen, euch zu unterstützen.
Organisation & Moderation: PowerShift e.V.
Kontakt:
Elena Gnant, PowerShift e.V.,
elena.gnant@power-shift.de
Dieses Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung. In Kooperation mit Brot für die Welt, der Heinrich Böll Stiftung, und INKOTA mit
Anne Neumann, Eine Welt-Promotorin für Klima- und Ressourcengerechtigkeit.
Das Forum Umwelt und Entwicklung ist auch dieses Jahr Mitveranstalter des „Crashkurs Rohstoffwende“.