Das Forum Fragt

Entwicklungszusammenarbeit ohne die USA?

3. April 2025 – 15:30-16:30

Kurz nach dem erneuten Regierungsantritt von Donald Trump verkündete die US-Regierung die sofortige Sperrung aller Ausgaben und wenig später die Streichung von 83% der Programme der US-Entwicklungsbehörde USAID. Ein Bundesrichter hat zwar mittlerweile die Kürzungen als vermutlich verfassungswidrig bezeichnet, doch das bleibt bisher ohne Wirkung. Die Überreste der Behörde wurden ins Außenministerium angegliedert und sollen zukünftig durch Jeremy Lewin geleitet werden. Lewin war zuvor im Department of Government Efficiency (DOGE) hochrangig tätig, also der Einrichtung, die die Kürzungen beschlossen hatte.

 

Das durchaus kontroverse US-Programm ist vor allem für die Förderung von humanitärer Hilfe und Gesundheitsmaßnahmen bekannt, aber auch für die rigide Vorgabe von Maßnahmen in den Nehmerländern. Insbesondere in Subsahara-Afrika finanzierten die USAID-Mittel in einigen Ländern einen großen Teil der Gesundheitsetats. Der plötzliche Wegfall der Mittel hat dramatische Auswirkungen, beispielsweise auf die Versorgung von Menschen mit HIV/AIDS. Gleichzeitig hat eine u.a. innerafrikanische Debatte über eine notwendige Unabhängigkeit von ausländischen Geldern begonnen.

Das Forum fragt: Was bedeutet die US-Politik für Partner*innen, die deutsche und europäische Entwicklungszusammenarbeit und internationale Politik?

Mit Prof Dr Stephan Klingebiel, Abteilungsleiter Inter- und Transnationale Zusammenarbeit, German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und Marie-Luise Abshagen, Leiterin Nachhaltigkeitspolitik, Forum Umwelt und Entwicklung

 

Die Veranstaltung findet über zoom statt. Bitte melden Sie sich an unter abshagen@forumue.de, um den Link zu erhalten.

Kategorien: Termine
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