Erste Kurzanalyse des Strategieentwurfs des BMUV für eine nationale Kreislaufwirtschaft

Der zirkulären Zukunft ein Stück näherkommen

 

Dass Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) legte am 17.06.2024 den seit Wochen erwarteten ersten Entwurf für eine Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vor. Er basiert auf Dialogprozessen mit einer Vielzahl von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette verschiedener Branchen und soll nun in die Ressortabstimmung der Regierung gehen. Zudem sollen sowohl die Länder als auch die Wirtschafts- und zivilgesellschaftlichen Verbände erneut eingebunden werden. Die Verabschiedung der NKWS im Kabinett ist für Herbst dieses Jahres geplant.

 

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung mit dem NKWS-Entwurf von dem veralteten Verständnis der Kreislaufwirtschaft als reine Abfall- und Recyclingwirtschaft verabschiedet hat und nun den gesamten Produktzyklus von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zur Entsorgung adressiert. Der NKWS-Entwurf verdeutlicht zudem die großen Potenziale der Kreislaufwirtschaft für die Industrie. “Circularity made in Germany” soll dem Wirtschaftsstandort Deutschland neue Strahlkraft verleihen, Innovationen anschieben und Arbeitsplätze sichern.

 

An einigen Stellen bedarf es noch Nachjustierungen, der vom BMUV vorgelegte Entwurf und vor allem die darin enthaltenen Leitziele können allerdings als ein solider Ausgangspunkt verstanden werden. Es kommt nun darauf an, dass die Ziele und Maßnahmen beibehalten, weiter ausgebaut und keines-falls abgeschwächt werden.

 

Eine erste Kurzanalyse finden Sie hier.

Kategorien: Veröffentlichungen
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