Welthandel vor Paradigmenwechsel

30.09.2025
Handel als Instrument für oder Waffe gegen nachhaltige Entwicklung? Der internationale Handel ist in den Nachrichten so präsent wie nie zuvor. Die Zollankündigungen der derzeitigen US-Regierung haben die Bemühungen der Welthandelsorganisation (WTO) um die Festlegung von allgemeingültigen Regeln anscheinend zunichte gemacht. Die WTO wurde 1995 unter dem Vorwand gegründet, einheitliche multilaterale Regeln für ein harmonisiertes Funktionieren des globalen Handelssystems zu schaffen und
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Private Profite, öffentliche Krisen

30.09.2025
Warum die internationale Schuldenarchitektur dringend reformiert werden muss – und wie eine Lösung aussehen kann In den Jahren 2025 bis 2027 müssen 47 Länder im Globalen Süden durchschnittlich mehr als 15 % ihrer jährlichen Staatseinnahmen für den Schuldendienst an ausländische Gläubiger aufbringen. In 28 weiteren Staaten liegt die jährliche Schuldenlast mit zwischen 10 und 15 % ebenfalls auf hohem Niveau.[i] Angesichts eines derart knappen fiskalischen Handlungsspielraums ist es
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© WEED e.V.

Weltweite Krisen verlangen nach systemischen Reformen

30.09.2025
Zur aktuellen Debatte um die Reform der internationalen Finanzarchitektur Seit der COVID-19-Krise gibt es eine rege Diskussion um die Reform der internationalen Finanzarchitektur. Bisher wurden jedoch nur wenige oberflächliche Maßnahmen beschlossen. Der langjährige Unwille europäischer Staaten, systemische Reformen in Betracht zu ziehen, statt auf kleinere Korrekturmaßnahmen bei den Bretton-Woods-Institutionen zu setzen, fällt ihnen nun unter Donald Trump auf die Füße. Die 4.
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Pascal Meier / Unsplash

Die Umkehr des Trends

25.11.2025
Fair Fashion statt Fast Fashion Die Textil- und Bekleidungsindustrie hat für die Wirtschaften der Produktionsländer hohe Relevanz und ebenso für Europa. Jährlich wächst die Branche und verzeichnet Milliardenumsätze. Dabei stimulieren stetig neue Trends das Geschäft. Während Fast-Fashion den einen immer mehr Profit bringt, intensiviert es die Arbeit in den Fabriken und verschärft die eh schon problematischen Umweltauswirkungen und Arbeitsbedingungen des Sektors. Die dringend benötigten
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Changing Markets Foundation

In Öl gekleidet

25.11.2025
Wie fossile Brennstoffe die Fast Fashion am Laufen halten Die meisten Kleidungsstücke verbrauchen heute so viel fossile Brennstoffe wie eine Plastikflasche. Fast drei Viertel aller Textilien werden bald aus Öl und Gas hergestellt. Synthetische Fasern sichern nicht nur den künftigen Erdölbedarf, sondern sind auch eine der Haupttriebkräfte der Fast Fashion, die Überproduktion, Abfall und Umweltverschmutzung verursachen. Angesichts der sich abzeichnenden Textilgesetze stellt sich die Frage:
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Trisha Downing / Unsplash

Baumwolle: Gute Faser, schlechte Faser?

25.11.2025
Herausforderungen und Chancen der beliebten Naturfaser Baumwolle hat viele Vorteile: Sie ist ein nachwachsender Rohstoff, biologisch abbaubar, gut zu verarbeiten und angenehm zu tragen. Doch die riesigen Mengen, die für die Textilindustrie produziert werden, und die damit verbundenen Methoden machen die Naturfaser vielerorts zum öko-sozialen Alptraum. Baumwolle ist die beliebteste Naturfaser der Modeindustrie. Die jährliche Baumwollernte von rund 25 Millionen Tonnen macht ein Viertel der
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Der Fußabdruck der Mode

25.11.2025
Die Auswirkungen der Nassverfahren auf Bangladesch Die Textilindustrie in Bangladesch umfasst etwa 16.700 Fabriken, erwirtschaftet Exporte im Wert von 23,55 Milliarden Dollar und beschäftigt über 4,22 Millionen Arbeiter:innen. Der weit verbreitete Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Nassverarbeitung birgt jedoch erhebliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Sicherere Alternativen und strengere Vorschriften sind von entscheidender Bedeutung, um die Schäden für Menschen und Ökosysteme zu
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pixabay

Ausbeuterische Arbeitsbedingungen für unsere Kleidung: ein Blick auf die Näher:innen

25.11.2025
Ein Interview mit Dr. Gisela Burckhardt von FEMNET e.V. Damit wir unsere Kleidung so günstig kaufen können, muss sie auch günstig produziert werden. Deshalb greifen viele Firmen auf Produktionsstätten und Zulieferer aus anderen Ländern wie China, Bangladesch, Vietnam, Türkei und Indien zurück. Die Arbeiter:innen nähen unsere Kleidung unter menschenunwürdigen Bedingungen, mit gesundheitlichen Risiken, geschlechtsspezifischer Gewalt und Ausbeutung. Internationale Unternehmen tragen dabei
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© KevinMcElvaney

Vergiftete Geschenke

25.11.2025
Die toxische Textilkrise in Ghana: Wie Fast Fashion Second-Hand-Spenden zu gefährlichem Textilmüll macht Globale Modemarken werben mit Recycling und Kreislaufwirtschaft, doch die Realität sieht anders aus. Nirgendwo wird das Scheitern des linearen Geschäftsmodells des Fast-Fashion-Systems so sichtbar wie in den Ländern des Globalen Südens, wo der Großteil unserer kurzlebigen Kleidung aus synthetischen Fasern landet – verbrannt, deponiert oder von Flüssen ins Meer gespült, mit
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Roman Drits / Barnimages

Verlässliche Textilsiegel? Mangelware!

25.11.2025
Greenwashing statt anspruchsvoller Textilsiegel bei großen Online-Shops keine Seltenheit Verbraucher:innen sind auf anspruchsvolle und unabhängige Textil-Siegel angewiesen, um nachhaltigere Kleidung zu erkennen. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW von 2023 zeigte, dass diese in den Top Ten-Online-Mode-Shops kaum zu finden waren. Auch Serviceleistungen zur Reparatur oder Aufarbeitung wurden dort nicht angeboten. Die großen Shops und Plattformen kamen also ihrer Verantwortung zur
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Francois Le Nguyen / Unsplash

Ressourcen über Grenzen hinweg fließen lassen

25.11.2025
EPR am Wendepunkt: Wie Europas Textilpolitik inklusiver werden muss Die Welt steht vor einer eskalierenden Textilabfallkrise, die durch Überproduktion und Fast Fashion angeheizt wird und den Globalen Süden unverhältnismäßig stark trifft. Dort haben minderwertige Importe gebrauchter Textilien schwerwiegende Folgen. Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR, Extended Producer Responsibility)-Richtlinien zielen darauf ab, Textilabfälle zu reduzieren, bleiben jedoch lückenhaft und können die
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Pay Your Workers Kampagne © Kampagne für Saubere Kleidung

Wir bringen die Schattenseite der Modeindustrie ans Licht

25.11.2025
30 Jahre erfolgreiche Netzwerkarbeit in der Bekleidungsindustrie Seit über 30 Jahren setzt sich die Clean Clothes Campaign (CCC) für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. In einem komplexen und oft undurchsichtigen System internationaler Lieferketten kämpfen wir für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und die Achtung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte. Durch Aufklärung der Öffentlichkeit, Druck auf Unternehmen und politischen
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© Annabelle Chih / Getty Images

Fashion, die gerecht ist und die planetaren Grenzen einhält

25.11.2025
Ein neuer Bericht fordert eine sozial-ökologische Transformation des Modesystems Damit das Klima für uns alle lebenswert bleibt und es auf der Erde eine gerechte Zukunft gibt, benötigt auch das Modesystem eine radikale Wende. Weniger Ressourcen- und Energieverbrauch, langsamere Produktions- und Konsumzyklen und eine faire Verteilung des erwirtschafteten Mehrwerts müssen zu neuen Modetrends werden. Wie sollten wir uns auf einem sterbenden Planeten kleiden? Die Erde ist in einer
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