Rettungsschirme sind zurzeit in aller Munde. Um sie wird hart gerungen, geklagt und gestritten. Schließlich geht es um viel Geld. Auch wenn es nicht unter diesem Titel läuft – bei der bevorstehenden elften Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention im Oktober im indischen Hyderabad, geht es auch ein Rettungspaket. Es wurde vor zwei Jahren bei der letzten Konferenz in Nagoya geschnürt. Beschlossen wurde ein Strategischer Plan, eine Ausweitung der Schutzgebiete sowohl an Land als
Berlin, 20. Oktober 2012 Die bei der 11. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt (COP 11 CBD) im indischen Hyderabad vertretenen deutschen Umweltverbände begrüßen den heute am letzten Verhandlungstag geschlossenen Kompromiss zur Steigerung der weltweiten Mittel zum Schutz der Biodiversität. Der Kompromiss sieht folgendes vor: Die Finanzmittel für die biologische Vielfalt bis 2015 werden auf der Basis der durchschnittlichen Ausgaben der Jahre 2006-2010 verdoppelt und
Bei der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung (Rio+20) haben die Regierungen beschlossen, gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu formulieren. Die UN-Generalversammlung hat zu diesem Zweck im Oktober 2012 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die im kommenden Jahr Vorschläge für ein Set von SDGs vorlegen soll. Parallel dazu gewinnen die Auseinandersetzungen über die Zukunft der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) und die Post-2015-Entwicklungsagenda
Wege zur Finanzierung des Strategischen Plans der CBD bis 2020
Auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD COP 10) in Nagoya/ Japan wurden mit dem Strategischen Plan 2011-2020 mit seinen zwanzig Einzelzielen und dem Nagoya-Protokoll gegen Biopiraterie wichtige Entscheidungen getroffen, um den dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen und die Wiederherstellung von Ökosystemen einzuleiten. Diese Ergebnisse
Berlin, 14. September 2012 Vier Wochen vor Beginn des 11. Weltnaturschutzgipfels der Biodiversitätskonvention (CBD) in Indien fordern die deutschen Umwelt- und Entwicklungsverbände die Bundesregierung auf, einen globalen Rettungsschirm zur Finanzierung der biologischen Vielfalt mit aufzuspannen. „Mindestens 40 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich sollen von allen Ländern beigesteuert werden, um bis 2020 den Artenverlust zu stoppen“, sagte Günter Mitlacher, vom WWF. Im Jahr 2010
In dem Kurzbriefing von PowerShift und dem Forum Umwelt & Entwicklung stellt der China-Experte Jost Wübbeke den neuen WTO-Streitfall vor und erläutert die Hintergründe der chinesischen Politik zur Transformation der Seltenen-Erd-Industrie. Aus entwicklungsökonomischen und umweltpolitischen Gründen kommt der Autor zu einer kritischen Bewertung des Vorgehens der EU. Quellenangabe: Jost Wübbeke 2012: Her mit den Seltenen Erden!? – Hintergründe und kritische Anmerkungen zur WTO-Klage
Auch 2012, zwanzig Jahre nach Rio 1992 ist der ursprüngliche Auft rag für Rio 1992 unerfüllt: »Rio soll den Übergang von einem fast ausschließlich auf die Förderung wirtschaft lichen Wachstums ausgerichteten Wirtschaft smodell zu einem Modell herbeiführen, das von den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung ausgeht, bei dem der Schutz der Umwelt und der rationellen Bewirtschaft ung der natürlichen Ressourcen entscheidende Bedeutung zukommt«. Das war der Auft rag der
Was ist Nachhaltigkeit? Der Begriff ist nicht objektiv, sondern stark von subjektiven Werten geprägt. Seine Definition ist ungefähr genauso klar wie Freiheit, Demokratie oder Wohlstand. Man mag in der Politik damit leben, dass bestimmte Schlüsselbegriffe politisch umstritten sind und daher die Definitionsmacht über sie ein wesentlicher Teil des politischen Wettstreits ist. Aber wer »nachhaltig« hergestellte Produkte verkaufen will, der muss schon genau sagen, was darunter zu verstehen ist,
Positionspapier der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung im Forum Umwelt und Entwicklung
Die Europäische Kommission strebt mit Ihren Ende letzten Jahres vorgelegten Reformvorschlägen an, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU "grüner und gerechter" zu machen. Dabei konzentrieren sich die Vorschläge auf die an die Fläche gebundenen Direktzahlungen, die den größten Teil des Agrarbudgets ausmachen. Der Ansatz der Kommission, diese Zahlungen stärker an ökologische und
Seit Jahrzehnten fordern KleinbäuerInnen, Landlose, HirtInnen und indigene Völker gerechten Zugang zu den natürlichen Ressourcen für die Nahrungsmittelproduktion. Nur der sichere Zugang zu diesen Ressourcen kann es den Menschen ermöglichen, ihre Versorgung mit kulturell angemessener und gesunder Nahrung sicherzustellen, und dabei helfen, die aktuelle Nahrungsmittelkrise zu bekämpfen. Denn zu deren Ursachen gehören u.a. die in vielen Ländern höchst ungleiche Landverteilung, die Abkehr
Neues Positionspapier fordert Abkehr von der Exportorientierung der EU Agrarpolitik
`Fit for global business“ lautet das Motto des heute vom Bundeslandwirtschaftministerium ausgerichteten Außenwirtschaftstags der Agrar- und Ernährungswirtschaft, bei der es um die Erschließung neuer Exportmärkte für die deutsche Agrarwirtschaft gerade für Fleisch- und Milchprodukte geht. Die Bundesregierung und die zuständige Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und
Überblick über die neuen „Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern im Rahmen der nationalen Ernährungssicherheit“
Potenziale und Herausforderungen der Umsetzung
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Positionspapier zur UN-Dekade „Water for Life“ und zum „Water, Energy and Food Security Nexus
Der Umgang mit unseren Wasserressourcen folgt hauptsächlich sektoralen Nutzungsansprüchen. Noch immer fehlt ein Wassermanagement-Ansatz, der unterschiedliche wirtschaftliche Interessen, Politikfelder und die ökologischen Ansprüche integriert, der die volkswirtschaftliche Bedeutung der Ressource Wasser umfassend umschreibt und dabei auch soziale und kulturelle Aspekte
Die politischen und ökonomischen Gründe für das Scheitern der Doha-Runde der Welthandelsorganisation
Die Verhandlungen in der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) sind nach zehn Jahren gescheitert – aller Voraussicht nach endgültig, auch wenn sich die WTO-Mitglieder auf ihrer 8. Ministerkonferenz im Dezember 2011 nicht dazu durchringen konnten, dies formal festzustellen. Der Dissens ist grundlegend. Den Ministerinnen und Minister beziehungsweise ihren
Ökologische, ökonomische und soziale Schattenseiten einer exportorientierten Green Economy
Während des Rio+20-Gipfels im Juni 2012 in Brasilien, machte der Begriff der „Green Economy“ Karriere. Auch hier geht es zuallererst um die Verbreitung „grüner“ Technologien. Nicht zuletzt in der deutschen Umweltpolitik ist die ökologische Innovation im technischen Bereich das zentrale Element. Investitionen in grüne Technologien werden nicht nur ökologisch, sondern auch
In einem guten landwirtschaftlichen Boden sollten viele Würmer drin sein. In den biodiversitätsarmen Agrarsteppen, die sich leider immer weiter über den Globus ausbreiten, sind leider immer weniger Würmer. Der Wurm ist jedoch da drin, wo er nicht hingehört – nämlich in der Agrarpolitik. In kaum einer Wirtschaftsbranche ist die Kluft zwischen Nachhaltigkeits-Rhetorik und nicht nachhaltiger Realität so groß wie in der Landwirtschaft. Die Zahl der Hungernden ist heute mit über einer
Hintergründe zum neuen Streitfall Vattenfall gegen Deutschland (II)
Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall hat angekündigt, wegen des in Deutschland beschlossenen Atomausstiegs ein internationales Schiedsgerichtsverfahren (Investor-Staat-Schiedsverfahren) gegen die Bundesregierung anzustreben. Vattenfall beruft sich auf seine Rechte aus dem Energiecharta-Vertrag, einem internationalen Handels- und Investitionsabkommen im Energiebereich. Dieser Vertrag gibt, so wie viele
Sauberes Wasser und Sanitärversorgung weiterhin auf der Tagesordnung
Berlin, 21.03.2012 Das Netzwerk Wasser am Weltwassertag am 22. März 2012 zieht Bilanz aus dem Alternativen Weltwasserforum und Weltwasserforum und setzt sich ein für verstärktes Engagement zur Umsetzung des Menschenrechts auf Sauberes Wasser und Sanitärversorgung.
Vertreter der Gewerkschaft ver.di, der GRÜNEN LIGA (Netzwerk Ökologischer Bewegungen), des Forum Umwelt und Entwicklung, des
Ein zentrales Thema der UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung (Rio+20) im Juni soll es sein, Impulse für eine "Green Economy" zu setzen. Dabei besteht die Gefahr, dass unter dieser noch unklaren Überschrift einfach der Status quo als "grün" deklariert wird. Die internationale Handelspolitik ist ein Politikbereich, an dem dies besonders deutlich wird. Das Sekretariat der Welthandelsorganisation WTO schlägt, vor, den Verhandlunggstrang zu Handel Umwelt aus der letztes Jahr gescheiterten
Agropoly - Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion
Herausgegeben von der Erklärung von Bern, Misereor und dem Forum Umwelt und Entwicklung.
Die Weltbevölkerung und ihr Nahrungsmittelkonsum wachsen – wächst damit auch die Anzahl der im Nahrungsmittelbereich tätigen Firmen? Das Gegenteil ist der Fall: Konzerne kaufen kleinere Firmen und steigern so Marktanteile und Macht. Firmen können damit die Preise, Geschäftsbedingungen und zunehmend
Die Erwartungen waren gering und wurden somit erfüllt: Die Bremser haben sich wieder mal durchgesetzt auf dem Klimagipfel in Durban. Zwar konnte zumindest vereinbart werden bis 2015 ein ab 2020 geltendes Klimaabkommen zu verhandeln, dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verhandlungen von nationalen Partikularinteressen bestimmt waren. Damit steht der Klimagipfel exemplarisch für die gesamte Verfassung des UN-Systems. 66 Jahre nach der Gründung der Vereinten Nationen ähnelt
Brüssel/Berlin, 20. Dezember 2011 Die im Forum Umwelt und Entwicklung zusammengeschlossenen Umwelt- und Entwicklungsverbände haben die gestern nach kontroverser Debatte verabschiedeten Schlussfolgerungen des EU-Umweltministerrats mit Enttäuschung aufgenommen. In den Schlussfolgerungen kommentieren die Mitgliedsstaaten die von der EU-Kommission im Mai verabschiedete EU Biodiversitätsstrategie. Doch sind die Beschlüsse allgemein und wenig verbindlich.
„Vor einem Jahr haben
- Working Paper -
Herausgegeben vom ICTSD International Centre for Trade and Sustainable Development und dem Forum Umwelt und Entwicklung, 2011.
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Anlässlich der heute beginnenden Bonner Konferenz „The Water, Energy and Food Security Nexus – Water Resources in the Green Economy“ informierte das Forum Umwelt & Entwicklung heute über aktuelle wasserpolitische Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene.
Die zentrale Forderung ist, das Menschenrecht auf Wasser inklusive des Rechts auf sanitäre Grundversorgung zu gewährleisten und in den UN-Mitgliedsstaaten umzusetzen. Zu den wichtigsten
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