Berlin, 7.11.2011 Führende Umweltverbände fordern die Bundesregierung heute geschlossen auf, ihren Beschlüssen und Versprechen zum Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt Taten folgen zu lassen. Biodiversitätsschutz müsse zum Daueranliegen der gesamten Regierung und damit auch „Chefsache“ werden, erklärten in einem gemeinsamen Appell das Forum Umwelt und Entwicklung, der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Bund für Umwelt- und
»Nachhaltige Entwicklung« hat ausgedient, jetzt heißt es »Green Economy«. Viele in der NGO-Community haben die Befürchtung, der alte Allerweltsbegriff des Rio-Prozesses mutiert zu einem neuen, der aber auch nicht mehr Profi lschärfe hat als der alte. Immerhin: In der deutschen Tagespolitik scheint der Begriff bereits anzukommen – die Berliner CDU fordert in ihrem Programm für die Abgeordnetenhauswahlen die Neuansiedlungen von Unternehmen aus dem Bereich »Green Economy«. Genauer defi
Klima- und Umweltwirkungen Deutscher Agrarrohstoffimporte am Beispiel Sojaschrot: Ansatzpunkte für eine zukunftsfähige Gestaltung
Mit Agrarimporten von knapp 62 Milliarden Euro im Jahr 2008 steht Deutschland im Weltagrarhandel – einschließlich des Handels innerhalb der Europäischen Union (EU) − an zweiter Stelle, gleich hinter den Vereinigten Staaten von Amerika (BMELV 2010). Aus Ländern außerhalb der EU wurden Agrarprodukte im Wert von fast 19 Milliarden Euro
Positionspapier zu REDDplus
Kernforderungen an REDDplus auf einem Blick:
1. Klimawandel begrenzen
Reduktionen durch REDDplus in Entwicklungsländern müssen zusätzlich zu den notwendigen Reduktionen in Industrieländern stattfinden.
Eine Einbindung von REDDplus-Emissionsgutschriften in den verbindlichen Emissionsrechtehandel ist auszuschließen.
Um Eigenverantwortung zu stärken, Permanenz zu gewährleisten und Verlagerungseffekte von Emissionen (Leakage) auszuschließen,
Berlin, 3. August 2011: Eine neue Kurzanalyse von PowerShift e.V. (Autor: Chris Methmann) und dem Forum Umwelt & Entwicklung mit dem Titel ‘Auf Sand gebaut – Wie Freihandel die Teersand-Extraktion vor der Umwelt schützt’ zeigt auf, wie im Rahmen der Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen EU-Kanada (CETA) versucht wird, den ungehinderten Zugang des besonders klimaschädlichen kanadischen Teersand-Öls zum EU-Markt zu sichern.
Aus dem Text: “Häufig wird
Dokumentation des europäischen Forums für Ernährungssouveränität im August 2011 in Krems/Österreich aus der Perspektive der Delegation aus Deutschland.
Nyéléni ist der Name einer afrikanischen Bäuerin, die in ihrer Region ein Symbol geworden ist, für ihr Recht als Bäuerin und für die Rechte der Kleinbauern zu kämpfen. Als es 2007 in Mali erstmals ein internationales Treffen von Menschen aus allen Lebensbereichen gab, um sich über die Bedeutung von
„Die Kehrtwende Angela Merkels bei der zivilen Nutzung der Atomenergie ist spektakulär“, schrieb die französische Zeitung Le Figaro. Von einer „Pionierrolle“ spricht die Zürcher Zeitung, „als Modell für andere Länder“ sieht die italienische La Stampa den deutschen Atomausstieg. Dies sind nur einige der zahlreichen internationalen Pressestimmen der vergangenen Wochen. Kein Zweifel, der deutsche Atomausstieg und die Energiewende werden auch im Ausland mit großer Aufmerksamkeit
- Working Paper -
Herausgegeben von ICTSD International Centre for Trade and Sustainable Development und dem Forum Umwelt und Entwicklung, 2011.
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In der AG Wasser des Forum Umwelt & Entwicklung hatte sich im Nachgang des Internationalen Jahres der sanitären Grundversorgung 2008 (IYS) eine Initiative gebildet, welche unter dem Namen SanWat-Initiative an die positiven Entwicklung anzuknüpfen versucht, die im Rahmen des IYS angestoßen worden waren. Höhepunkte des IYS in Deutschland waren die Bundestagsdebatte zum IYS und das Sektorgespräch des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Im Dialog
Auch eine ‚grüne‘ Wirtschaft benötigt Rohstoffe. Aber: Rohstoffe sind begehrt. Anfang des 21. Jahrhunderts erscheinen sie plötzlich nicht mehr billig und unendlich. Sondern knapp, teuer und umkämpft. Industrievertreter rufen nach mehr staatlicher Rohstoffpolitik. Auch einige Vertreter ‚grüner‘ Branchen oder ihnen wohlgesinnte politische Organisationen stoßen bisweilen in das gleiche Horn. Vor diesem Hintergrund tut die Umweltbewegung gut daran, sich wieder dem Rohstoffthema
Kaum ein Politikfeld war in den vergangenen Jahrzehnten derart umstritten wie die Energiepolitik. Die »Energiewende« ist inzwischen ein politisch-gesellschaftliches Großprojekt geworden, das von allen Parteien und einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird. Aber was genau ist »die Energiewende« eigentlich? Viele ihrer Teilaspekte sind ja durchaus umstritten, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen. Dazu gehört auch die Produktion von Biogas aus Mais, die in
Autor: Tobias Reichert, Germanwatch
Herausgeber: Forum Umwelt und Entwicklung
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) steht vor einem weiteren Reformschritt. Die Europäische Kommission hat im November 2010 eine Kommunikation zur Gestaltung dieses stark vergemeinschafteten Politikbereichs vorgelegt. Er knüpft an den seit 1992 in mehreren Schritten verlaufenen Reformprozess an und geht – zumindest nach den Plänen der Kommission – darüber hinaus, indem er
Herausgegeben von: Forum Umwelt und Entwicklung, MISEREOR e.V., Oxfam Deutschland e.V., PowerShift e.V., Seattle to Brussels Network, WEED e.V.
Am 19. Mai 2010 wurde das Freihandelsabkommen zwischen Peru, Kolumbien und der Europäischen Union (EU) auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid unterzeichnet. Damit es in Kraft treten kann, müssen jedoch das Europäische Parlament sowie der kolumbianische und der peruanische Kongress noch zustimmen. Auch die
Man hat den Eindruck, Politik wird heute im wesentlichen von Skandalen und Katastrophen bestimmt. Der erste Skandal im Jahr 2011 war der Dioxin-Futtermittel-Skandal, wobei der Begriff »Skandal« wohl eher verharmlosend für geradezu systematische kriminelle Machenschaften und völlig überforderte behördliche Aufsicht steht. Auch ohne den Futtermittelskandal steht das Grundgerüst europäischer Agrarpolitik, die mit dem Kürzel GAP abgekürzte Gemeinsame Agrarpolitik, in diesem Jahr zur
Rohstoffe sind wieder ein ganz großes politisches Thema. Staaten sichern sich den Zugriff auf Rohstoffe, Bundesregierung, BDI und EU-Kommission basteln an Rohstoffstrategien: Vorbei die Zeiten, als die Weltmarkt-Preise für Rohstoffe immer tiefer in den Keller sanken und Entwicklungstheoretiker dies für unausweichlich erklärten. Bisher hat Rohstoffreichtum allerdings eher selten zu Entwicklungserfolgen geführt – die erfolgreichen Entwicklungsmodelle Ost- und Südostasiens beruhten
Angesichts der schwierigen Lage in den internationalen Klimaverhandlungen stellt sich die Frage, welche strategische Bedeutung sie und die Nord-Süd-Transfers in den nächsten Jahren für Minderung und Anpassung an den Klimawandel haben.
In diesem Kontext ist die Umsetzung von Finanzierungszusagen in zweierlei Hinsicht fundamental: um die politische Glaubwürdigkeit der Industrieländer in den Verhandlungen wieder zu verbessern und um praktische Schritte auf dem Weg zu einer
Als Mitverursacher des Klimawandels und als finanzstarkes Industrieland trägt Deutschland Verantwortung, die Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und einen klimafreundlichen Entwicklungsweg einzuschlagen. Ein breites Bündnis von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen stellt aus diesem Grund verschiedene Forderungen an die Bundesregierung.
Den weltweiten Treibhausgas-Ausstoß zu stoppen und den Temperaturanstieg auf zwei Grad
Die Tragödie der Ozeane - kaum ein Ökosystem wird von der Menschheit derart gründlich zugrundegerichtet, und dennoch ist die öffentliche Aufmerksamkeit dafür vergleichsweise gering. Es ist noch kein Vierteljahr her, dass BP das Ölbohrloch im Golf von Mexiko provisorisch verstopft hat, und schon ist die größte Ölkatastrophe aller Zeiten wieder aus dem Bewusstsein verschwunden. Konsequenzen daraus werden so gut wie keine gezogen: schon das Bohren in 1500 m Tiefe erweist sich als so gut
Der Einfluss industrieller Lobbyinteressen auf politische Entscheidungen wird von immer mehr Menschen als Bedrohung für den demokratischen Rechtsstaat empfunden. Ob Atomkonzerne, Pharmaindustrie, Banken oder Autoindustrie – immer wieder nehmen solche Lobbys im eigenen Interesse Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse.
Dass jedoch auch noch offiziell beschlossen wird, dass nur interessierte Industrielobbyisten an Verhandlungen teilnehmen dürfen, nicht aber die kritische Öffentlichkeit - diese
AbL, Agrar-Koordination, Brot für die Welt, BUND, EED, FIAN, Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, Inkota Netzwerk, Misereor, Oxfam, Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, WWF, Weltladen-Dachverband
Juni 2010
Die Zeit ist reif für eine neue EU-Agrarpolitik:
fair, umweltgerecht und global verantwortlich!
Positionspapier des
Forums Umwelt und Entwicklung
Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung
zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach
Gemeinsame Pressemitteilung:
Berlin, 1. Juli 2010. Globale Verantwortung und Ernährungssouveränität müssen künftig in der Europäischen Agrarpolitik fest verankert und mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden: Das ist die Kernforderung des Forums Umwelt und Entwicklung, das heute anlässlich des Deutschlandbesuchs von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in Berlin sein Positionspapier vorstellte. Als weltweit größter Exporteur und zweitgrößter Importeur von
Wieviel Wirtschaftswachstum im traditionellen Sinne ist noch möglich? Verzweifelt starren Regierungen und Öffentlichkeit praktisch rund um den Globus auf »Wachstumsraten«, die selbst in den boomenden Schwellenländern nie hoch genug sein können. Allen »Wachstumsbeschleunigungsgesetzen« zum Trotz will es offenbar einfach nicht gelingen, immer noch mehr zu produzieren und konsumieren – und das ist auch kein Wunder. Mit dem Wohlstand einer Gesellschaft hat die Fixierung auf die
Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 waren ernüchternd. Es wurden keinerlei konkrete Fortschritte erzielt, um den Klimawandel zu stoppen. Die Aussichten auf ein verbindliches und ambitioniertes Klimaabkommen in nächster Zukunft sind schlecht: zu gewaltig sind die Interessenskonflikte, die in Kopenhagen aufeinander prallten. Der globale Klimaprozess unter dem Dach der UNO ist in einer Krise. Die unverbindliche Kopenhagener Erklärung ist aber nicht nur für den Klimaschutz eine
Die Entwaldung verringern und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen: unter dem Kürzel REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation in developing countries) hat sich die Idee in kurzer Zeit einen festen Platz in den internationalen Klimaverhandlungen erobert.
Unter den richtigen Rahmenbedingungen kann ein Programm zur Verringerung von Waldverlust und -degradierung nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zum Erhalt von biologischer Vielfalt und zur
Einleitung
Wir sind derzeit mit vielfältigen Krisen konfrontiert: Der Wirtschafts-, Nahrungsmittel-, Energie- und Umweltkrise sowie einer allgemeineren Krise der Demokratie. Die EU hat zur Entstehung dieser Krisen einen beachtlichen Beitrag geleistet. Ihre Handels- und Investitionspolitik, die im Wesentlichen von der Logik der Wettbewerbsfähigkeit beherrscht wird, fördert Ungleichheit und Ausbeutung und beraubt Länder und Gemeinschaften der Möglichkeit, soziale, kulturelle und
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