Der WWF Deutschland und die Plattform „Nachhaltige Biomasse“ des „Forums Umwelt und Entwicklung“ haben das Deutsche Biomasse Forschungszentrum (DBFZ) beauftragt, alternative Szenarien zur reinen Biokraftstoffnutzung für die Erreichung des 10%-Ziels in Deutschland zu errechnen.
Die Studie berechnet wie das 10%-Ziel unter Einbeziehung von Elektroautos und Schienenverkehr erreicht werden kann. Gleichzeitig werden aber auch die Grenzen einer solchen Zielvorgabe offen gelegt. Es wird
Steuern wir im Jahr 2010 auf den nächsten gescheiterten UN-Gipfel zu? Nein, es geht nicht um den nächsten Klimagipfel. Von dem erwartet ja ohnehin niemand mehr besonders viel – was im übrigen den Vorteil hat, dass dann die allfälligen Enttäuschungen auch nicht mehr so groß sein dürften. Es geht um die nächste UN-Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention (CBD). Sie fi ndet im Oktober dieses Jahres im japanischen Nagoya statt, im Fachjargon COP-10. In diesem Heft dreht sich
Autorin: Susanne Gura
Auf unserem Planeten wird vielerorts produziert und konsumiert, als hätten wir eine zweite Erde. Die industrielle Tierhaltung ist längst über die Grenzen der Nachhaltigkeit hinweg gewachsen; sie steht im dreifachen Widerspruch zur Biologischen Vielfalt. Sie schädigt terrestrische und aquatische Ökosysteme bis hin zum Kollaps, vor allem durch den Eintrag von Schadstoffen und durch den Futterbau, der ein Drittel der weltweiten Ackerflächen beansprucht,
Der Gipfel ist gescheitert. Das haben wir in den letzten 6 Wochen des Jahres 2009 gleich dreimal konstatiert: beim Welternährungsgipfel im November, bei der WTO-Ministerkonferenz im Dezember und beim Kopenhagener Klimagipfel. Im Falle der WTO-Konferenz war das aus NGOSicht alles andere als ein Drama, bei den anderen beiden Gipfeln allerdings schon. Schlimmer noch: eigentlich hatten wir es ja nicht anders erwartet. Zur WTO-Ministerkonferenz reisten gar nicht erst Minister an, weil sie sowieso
(Berlin, 16.11.2009) Das Bundesgesundheitsministerium blockiert den globalen Verhandlungsprozess gegen Biopiraterie. Das Ministerium von Philip Rösler will pathogene, also krankheitserregende, Organismen aus der internationalen Regelung des Zugangs zu genetischen Ressourcen und der gerechten Vorteilsaufteilung ausschließen. Mit dieser Position steht es praktisch alleine – blockiert jedoch eine Positionierung der Bundesregierung und der EU, was dann auf globaler Ebene einen Konsens
Positionspapier des Forums Umwelt und Entwicklung
Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung
Der dramatische Anstieg der Anzahl der Hungernden und die Hungerrevolten in über 40 Ländern haben die Weltgemeinschaft wach gerüttelt. Als Folge der sprunghaft gestiegenen Weltmarktpreise 2007/2008 und der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Anzahl Hungernder mit einer Milliarde einen skandalösen Rekord erreicht. Wir begrüßen die neue Aufmerksamkeit der internationalen
Global Governance – dieses moderne Schlagwort ist wieder in aller Munde. Wir haben es dennoch nicht als Hefttitel genommen, weil es für sich genommen derart wertfrei ist, dass sich jede und jeder etwas anders darunter vorstellen kann. Alle Jahre wieder haben Debatten über die Reform der Vereinten Nationen oder des internationalen politischen Systems Konjunktur. Zurzeit gibt es in der Tat sogar einigen Anlass dazu: unübersehbare Krisenerscheinungen etwa der noch vor wenigen Jahren auch von
Anlässlich des Hintergrundgesprächs „Die Yasuní-ITT-Initiative in Ecuador zum Schutz des Regenwalds“ am 28.9.2010 mit Frau María Fernanda Espinosa, Ministerin für die Koordination des National- und Kulturerbes von Ecuador möchten wir Ihnen die Erklärung zivilgesellschaftlicher Organisationen Yasuní-ITT-Initiative vom Forum Umwelt und Entwicklung, der Klima-Allianz und von VENRO zur Kenntnis geben.
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Während bei der Trinkwasserversorgung erhebliche Fortschritte zu verzeichnen sind, bleibt die Entwicklung bei der Behandlung von Fäkalien und Abwasser weit hinter dem zurück, was für die Erreichung der Milleniumsziele erforderlich wäre. Dem trägt die Verleihung des Stockholmer Wasserpreises an den langjährigen indischen Aktivisten Dr. Bindeshwar Pathak Rechnung, der mit dem ‚Sulabh Sanitation and Social Reform Movement‘ eine soziale Bürgerbewegung mit umfassendem Ansatz gründete.
Geld stinkt nicht, das wussten schon die alten Römer. Politisch macht es aber schon einen Unterschied, woher Gelder kommen und wer mit Geld Einfl uss nimmt. In letzter Zeit haben sich Stiftungen als politische Akteure und Finanziers politisch relevanter Tätigkeiten sehr stark in den Vordergrund geschoben. Neu ist das eigentlich nicht – neu ist lediglich, dass dies in wesentlich größeren Dimensionen stattfi ndet und auch auf internationaler Ebene. Für Länder wie Deutschland mit relativ
Pressemitteilung!
Für eine Welt ohne Hunger - Aufruf zur Bundestagswahl!
Bonn, 29.05.2009. Entwicklungs-, Menschenrechts- und Umweltorganisationen haben heute die Bundestagsparteien aufgerufen, sich nach der Wahl verstärkt für die Bekämpfung des Hungers einzusetzen. „Ein ‚Weiter so’ wie bisher ist keine Option“, heißt es in dem Aufruf „Für eine Welt ohne Hunger“ der bislang von 16 Organisationen getragen wird. Der Aufruf enthält 15 zentrale
Wie auch immer die Klima- und Handelspolitik in Zukunft korrespondieren werden, führt an der Ausgangsthese dieser Studie kein Weg vorbei: die globale Erwärmung kann nur unter der gefährlichen Schwelle von 2 oder gar 1,5 Grad Celsius bleiben, wenn auch die Handelsströme und die Regeln der Welthandelspolitik einer grundlegenden Revision unterzogen werden. Wenn noch nicht bis zur Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009, wo die Rahmenbedingungen der internationalen Klimapolitik für die
Arbeitspapier des Forums Umwelt & Entwicklung und WEED
Das vorliegende Arbeitspapier legt einen grundlegenden Widerspruch offen: Einerseits sind sich Experten und Staatschefs einig, dass es einer Re-Regulierung der Finanzmärkte bedarf. Andererseits drängt die EU in neuen Handelsabkommen auch bei den Finanzdienstleistungen (also den Dienstleistungen der Banken, Versicherungen, Finanzbroker etc.) auf weitere Liberalisierungen.
Zunächst zeigt das Arbeitspapier bestehende Verpflichtungen
Dieses Heft des Rundbriefs dreht sich um den Wald. Der Schutz der Wälder ist wohl der größte Misserfolg des ganzen Rio-Prozesses. Die für den Erdgipfel in Rio 1992 einmal geplante Waldkonvention scheiterte bereits im Ansatz – übrig blieb in Rio eine ebenso unverbindliche wie folgenlose Wald-Erklärung, an die sich heute niemand mehr erinnert. Es folgten jahrelange Sitzungen von Gremien bei denen nichts herauskam - die Meetings waren irgendwann so unwichtig, dass auch keine NGO-Vertreter
Es war ein veritabler europäischer Showdown, der Europa-Gipfel zur Klimapolitik. Tagelang beherrschte er nicht nur die Schlagzeilen, sondern hielt auch die Lobbyisten aller Couleur – und natürlich die NGOs – in Atem. In engem Zusammenhang damit stand der ebenso publicityträchtige, monatelang ausgefochtene Showdown zwischen der deutschen Automobilindustrie und…ja, mit wem eigentlich? Vordergründig mit ihren Konkurrenten aus anderen europäischen Ländern, vor allem Frankreich und
+++ GegenStrömung +++ Forum Umwelt & Entwicklung +++ NABU +++ IPPNW +++ International Rivers +++ urgewald +++ INFOE +++ medico international
Berlin, 02.12.2008 Zehn Tage vor Ablauf des Ultimatums zur Verbesserung des Ilisu-Projekts wurde bekannt, dass die türkische Regierung die Bauarbeiten nicht gestoppt, sondern intensiviert hat. Der europäischen Ilisu-Kampagne liegen aktuelle Fotos vor, die umfangreiche Arbeiten am und im Tigris belegen. Diese Aktivitäten widersprechen
Berlin, 27. November 2008 Ab dem 1. Dezember tagt im polnischen Posen die UN-Klimakonferenz, die Weichen für das neue Klimaregime nach 2012 stellen wird. International Rivers und das Forum Umwelt & Entwicklung fordern von den Entscheidungsträgern anspruchsvolle Ziele für Emissionsreduktionen, aber auch Korrekturen am Kyoto-Protokoll. Eines der gravierendsten Schlupflöcher ist der Clean Development Mechanism, CDM. Mit häufig fragwürdigen Projekten in Entwicklungsländern können sich
Berlin, 19.11.2008 Ein seltener Anblick: vor dem Berliner Hauptbahnhof stehen 50 Toiletten mit Blick auf das Kanzleramt. Der Anlass: Es ist Welt-Toiletten-Tag und die Toiletten dienen bei einer „öffentlichen Sitzung“ als Bestuhlung.
Die UN hat das Jahr 2008 offiziell als „Internationales Jahr der sanitären Grundversorgung“ ausgerufen. Damit soll um öffentliche Unterstützung für das Millenniumsentwicklungsziel geworben werden, den Anteil der Menschheit ohne
Das aktuelle Heft des Rundbriefs hat den Schwerpunkt Zertifizierung – eine Wachstumsbranche besonderer Art. Wer nachhaltig wirtschaften will – oder muss – muss das im Ernstfall auch nachweisen können. Dies gilt sowohl für die Produkteigenschaften – etwa einen ökologisch angebauten Apfel – als auch für die Produktionsweise – beispielsweise fair gehandelten Kaffee. Damit dieser Nachweis glaubwürdig ist, muss er von Dritten anhand transparenter Kriterien erbracht werden. Damit sind
Deutsche Nichtregierungsorganisationen haben sich im „Forum Umwelt und Entwicklung“ zusammengeschlossen, um im eigenen Land und in ihren internationalen Aktivitäten die Bedingungen für eine nachhaltige Umweltpolitik im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern. Das hier vorgelegte Positionspapier ist eine Ergänzung zum „Positionspapier Wasser“ des Forum Umwelt und Entwicklung (FUE) aus dem Jahr 2003. Es fordert einen verstärkten Beitrag Deutschlands zum „Internationalen
Pressemitteilung!
Scheitern der WTO-Verhandlungen aus entwicklungspolitischer Sicht keine Katastrophe
Berlin, 30.7. 2008
Das informelle Ministertreffen der WTO ist gescheitert. Nach Einschätzung der in der Arbeitsgruppe Handel des Forum Umwelt und Entwicklung vertretenen Organisationen ist dies aus entwicklungspolitischer Sicht kein Verlust. „Der zur Entscheidung anstehende Kompromissvorschlag wurde dem Anspruch an eine Entwicklungsrunde nicht gerecht“
Bei den geistigen Eigentumsrechten hört der Spaß auf – nicht nur bei den Verhandlungen im Rahmen der Biodiversitätskonvention. Auch beim Saatgut oder der Versorgung weniger zahlungskräftiger Bevölkerungsgruppen mit bezahlbaren Medikamenten stoßen wir immer wieder auf das Problem, dass für eine nachhaltigere Politik der zunehmend aggressiver vorgetragene Anspruch von Konzernen auf private Eigentumsrechte als einer der härtesten »roadblocks« im Weg steht. Eines der zentralen, aber in
Pressemitteilung vom 16. Mai 2008
Zum Abschluss der Tagung der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) in New York erklären Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung:
Nahrungsmittelkrise: UNO ohne Konzept
„Zum Hauptthema der diesjährigen CSD-Tagung - die Landwirtschaft und die aktuelle Krise der Nahrungsmittelpreise - haben
Der Sachverhalt Haftung und Wiedergutmachung erscheint äußerst technisch, hoch kompliziert juristisch und weit herbeigeholt. Kein Wunder, dass die Verhandlungen dazu, die seit 4 Jahren im Rahmen des Cartagena Protokolls laufen, von nur ganz wenigen NGO beobachtet werden. Wer kennt sich schon aus in dem Gestrüpp der Verbindungen zwischen nationalem und internationalem Haftungsrecht, zwischen Produkthaftung, öffentlichen Haftungsregeln und Versicherungsrecht? Wie die Studie auch erläutert,
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