Ende Juni 2007 scheiterten - zum dritten Mal - die Verhandlungen in der Doha Runde der WTO vorläufig. Im Oktober wurden sie wieder belebt und schleppen sich seitdem mit kaum messbaren Fortschritten und wenig Aussicht auf einen baldigen Abschluss dahin.
In der Präambel der Doha-Erklärung ist zu lesen, dass die Interessen und Bedürfnisse der Entwicklungsländer im Zentrum der Verhandlungen stehen sollen. Im eigentlichen Arbeitsprogramm findet sich davon allerdings so gut wie
Pressemitteilung Forum Umwelt und Entwicklung/ DNR
Mit einem dringlichen Appell richten sich Umwelt- und Entwicklungsverbände an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie soll eine diplomatische Initiative auf höchster politischer Ebene ergreifen, um die Bonner UN-Konferenz über die biologische Vielfalt zu einem Erfolg zu führen und den Verlust von Arten und Lebensraum bis 2010 zu stoppen. Meena Raman aus Malaysia, Vorsitzende von Friends of the Earth International sagt
Forum Umwelt und Entwicklung
Netzwerk UNSER Wasser
GRÜNE LIGA, FIAN, AöW, ver.di, WECF
13. März 2008 Der deutsche Bundestag hat einstimmig die Ausrufung des UN-Jahrs der sanitären Grundversorgung begrüßt. Wie kann Deutschland seine Verantwortung für die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser, das auch das Recht auf sanitäre Basisversorgung einschließt, wahrnehmen? Dazu stellten Umwelt- und Entwicklungsverbände sowie Vertreter der Wasserwirtschaft und der
Wieder einmal bestimmt der internationale Konferenzkalender die Tagesordnung vieler NGOs – diesmal ist es die 9. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Biodiversitätskonvention, die im Mai in Bonn stattfinden wird. Biodiversität – schon der Begriff klingt vielen so sperrig, dass sie ihn für schlichtweg nicht vermittelbar halten. Das Umweltministerium verfiel deswegen darauf, daraus die »UN-Naturschutzkonferenz« zu machen. Aber die gemeinsam mit der Klimakonvention in Rio 1992 beschlossene
Pressemitteilung!
Dialogforum: 100 Tage vor der COP - Kraftvoll für die biologische Diversität
Bonn wird im Mai im Zentrum des internationalen Interesses stehen – in Berlin bereiteten sich die Nichtregierungs-Organisation am 7. und 8. Februar auf die 9. UN-Konferenz über die biologische Vielfalt (COP 9) vor. 160 Teilnehmer und 35 Expertinnen und Experten markierten während des Dialogforums „100 Tage bis zur COP“ die Eckpunkte. Sie wollen auf konkrete Ergebnisse
Die Debatten um Klimagerechtigkeit haben die Türen weit geöffnet für ein Thema, das in den Klimaverhandlungen lange Zeit unterbelichtet war: die Geschlechtergerechtigkeit. Das zeigt sich in der wachsenden Anzahl an Organisationen, die sich des Gender & Klima-Themas annehmen, und in vielen Papieren und Artikeln. Woran es beiden, den Organisationen und den Papieren, häufig mangelt, ist eine grundlegende theoretische Analyse, auf deren Basis die Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit
Erstmals seit 1982 widmet die Weltbank ihren Weltentwicklungsbericht (WEB) der Landwirtschaft und betitelt ihn viel sagend ‚Agriculture for Development’. Sie stellt damit die zentrale Rolle der Landwirtschaft für Entwicklung und Armutsbekämpfung heraus. Ein starkes Plädoyer, das eigentlich zu begrüßen ist. Denn immer noch leben rund 2,5 der insgesamt 5,5 Milliarden EinwohnerInnen der Entwicklungsländer von der Landwirtschaft. Drei Viertel aller absolut Armen und fast 80 Prozent der
Die 'Wiederentdeckung' der Landwirtschaft als Entwicklungsmotor ist nicht mehr die allerneuste Schlagzeile. Logische Konsequenz, dass sich diese Erkenntnis mittlerweile vielfältig auf der internationalen Entwicklungsagenda niederschlägt. Auf institutioneller Ebene mündet sie in einer Vielzahl 'neuer' Entwicklungskonzepte und Initiativen. Dieser Trend wurde jüngst durch die Verschärfung der Hungersituation in vielen Ländern im Zuge der Preisexplosion bei Grundnahrungsmitteln weiter
Buchankündigung!
Agrar-Kolonialismus in Afrika - Eine andere Landwirtschaft ist möglich
Herausgegeben vom Forum Umwelt und Entwicklung
Die Landwirtschaft ist nach wie vor für die meisten Länder Afrikas und für die Bevölkerungsmehrheit die wichtigste wirtschaftliche Grundlage. Auf diesem Hintergrund stellt das Buch zum einen die aktuellen Bestrebungen der internationalen Agrarkonzerne, der US-Regierung und US-amerikanischer Stiftungen, der Weltbank
Der Sachverhalt Haftung und Wiedergutmachung erscheint äußerst technisch, hoch kompliziert juristisch und weit herbeigeholt. Kein Wunder, dass die Verhandlungen dazu, die seit 4 Jahren im Rahmen des Cartagena Protokolls laufen, von nur ganz wenigen NGO beobachtet werden. Wer kennt sich schon aus in dem Gestrüpp der Verbindungen zwischen nationalem und internationalem Haftungsrecht, zwischen Produkthaftung, öffentlichen Haftungsregeln und Versicherungsrecht? Wie die Studie auch erläutert,
Diese Studie von Dr. Suman Sahai schildert anschaulich, wie das indische Saatgutgesetz von den Bauern erstritten wurde, was es beinhaltet und was es für die indischen Bauern bedeutet. Sie liefert einen Einblick für welche Rechte der Bauern es sich lohnt sich in Entwicklungsländern einzusetzen.
Einige wenige multinationale Konzerne beherrschen heute den Weltsaatgutmarkt und die modernen Züchtungstechnologien. Jedoch ist Saatgutrecht eine zutiefst nationale Angelegenheit, denn die
Der große Run auf die Rohstoffe – das war das beherrschende Thema des Jahres 2007, allen voran natürlich das Erdöl. Am Jahresanfang lag der Ölpreis noch bei 65 Dollar pro Barrel, inzwischen haben wir die magische Schwelle von 100 Dollar erreicht. Damit waren sämtliche bisher veröffentlichten Zukunfts-Szenarien der Internationalen Energieagentur ad absurdum geführt, die solche Preisniveaus allenfalls in der Mitte des Jahrhunderts für möglich hielten. Keine Frage – der enorme
Um dem Klimawandel effizient und nachhaltig zu begegnen, ist eine globale und umfassende Energiewende erforderlich. Neben der Reduzierung des Energieverbrauchs und Effizienzsteigerungen spielt hierbei der Wechsel zu regenerativen Energien eine bedeutende Rolle. Biomasse als gut speicherbarer und konstant verfügbarer Energieträger ist dabei eine bedeutende Ressource. Der Ausbau der energetischen Nutzung von Biomasse kann jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern erfordert die Betrachtung
Der blaue Planet verliert sein Grün: 80% aller Urwälder der Erde sind inzwischen zerstört, 40% der verbleibenden Wälder akut bedroht. Alljährlich werden nach FAO-Schätzungen 13 Mio. ha Wald vernichtet. Die Umwandlung von Wäldern in Plantagen trägt wesentlich zur fortschreitenden Entwaldung
bei. Neben den Wäldern wird auch Ackerland zunehmend für die Anlage von Plantagen genutzt. Die Folge ist, dass Ackerland immer knapper wird, Millionen Menschen von ihren Ländereien vertrieben und
Wer kennt es nicht: so sehr wir uns in den NGOs auch engagieren, manchmal hat man einfach das Gefühl, dass das alles nicht viel bringt. Dass auch die NGOs längst integriert worden sind in eine große bü- rokratisch-politische Maschinerie, in der zwar jeder sagen kann was er will. Dass es aber es letztlich auch völlig egal ist, was man sagt und ob man es sagt – Veränderungen sind doch nur unendlich langsam und in winzigen Trippelschritten möglich. Das Phänomen hat auch schon einen Namen
Das Entstehen der Supermarktmacht in den Industrie- und Entwicklungsländern stellt eine neue Herausforderung sowohl für ein nationales als auch internationales Vorgehen aller derjenigen dar, die sich für die Förderung von bäuerlichen Familienbetrieben und den Erhalt von kleinbäuerlichen Existenzen sowie menschenwürdigen Arbeitsbedingungen für LandarbeiterInnen und VerkäuferInnen einsetzen. Die Restrukturierung der Lebensmittelmärkte durch Supermarktketten und Discounter führte zu
Pressekonferenz am 31.8.2007
Die UN-Verhandlungen über biologische Vielfalt brauchen neuen Schwung, um die Heraus-forderung des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung biologischer Vielfalt endlich voran-zubringen.
„Wenn der jetzige Trend nicht gestoppt wird, droht durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und durch die Folgen des Klimawandels in den nächsten 25 Jahren weltweit die Ausrottung von 1,5 Millionen Tier- und Pflanzenarten“, mahnte DNR-Generalsekretär
Pressemitteilung des Forums Umwelt und Entwicklung
Berlin, 21.6.2007. Zum Abschluss des „Europäischen Forums für nachhaltige Ländliche Entwicklung“ der EU ziehen Bauern- und Nichtregierungsorganisationen eine gemischte Bilanz. „Die EU hat die Bedeutung ländlicher Entwicklung für die Armutsbekämpfung unmissverständlich anerkannt. Zugleich vermissen wir eine kritische Analyse der Ursachen ländlicher Armut und der Widersprüche in der eigenen Politik“. Dies erklärte
Der G8-Gipfel ist vorbei, und während es für eine ausführlichere Auswertung noch zu früh ist, stellt sich nun die Frage: was bleibt davon? Welche Auswirkungen hat Heiligendamm auf die internationale (und nationale) Politik? Aber es geht dabei nicht nur um die offizielle Politik: die erste politische Großdemonstration in Deutschland seit Jahren und eine die Erwartungen deutlich übertreffende Besucherzahl beim Alternativ-Gipfel, aber auch des McPlanetKongresses vier Wochen davor zeigen, dass
Die Weltbank trägt zu Armut, Klimawandel und Menschenrechtsverletzungen bei – und Versuche, sie zu reformieren, sind bislang stets am Bollwerk massiver Eigeninteressen der Bank und ihrer Anteilseigner gescheitert.
Nach außen hin strotzt die Weltbank vor Kraft, Selbstbewusstsein und guten Absichten – vor allem für die Verringerung der Armut. Ihr ganzes Streben, so der Eindruck, den sie gerne erweckt, sei nur darauf ausgerichtet, den Menschen zu helfen, die nicht genug zu essen
Die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) gelten weithin als der wichtigste Leitfaden zur Bekämpfung der globalen Armut. Tatsächlich enthalten die MDGs einen Kanon von wichtigen Marksteinen auf dem Weg zur Ausrottung extremer Armut, an deren Relevanz kaum jemand Zweifel hegen wird.
Betrachtet man die MDGs jedoch aus einer handelspolitischen Perspektive, überwiegt die Skepsis, ob die MDGs die von den Staats- und Regierungschefs im Jahre 2000 selbst gesteckten Ziele werden erreichen können.
Die derzeitige Phase der Welthandelspolitik ist von einer Legitimationskrise und ungeklärten Verhandlungssituation in der Welthandelsorganisation (WTO), einer gesteigerten ökonomischen und politischen Macht von Schwellen- und Entwicklungsländern sowie einem fortgesetzten Drängen wirtschaftlicher Interessengruppen und politischer Eliten in den Industrieländern auf neue ‚WTO-plus’-Abkommen in bilateralen und regionalen Kontexten gekennzeichnet. Am 4. Oktober 2006 wurde von
Mit dem Welternährungsgipfel der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) in Rom 1996 und den Millennium Entwicklungszielen hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet die Zahl der Hungernden von 1990 bis 2015 zu halbieren.
Im Mai 2007 organisierte die FAO die erste Konferenz zum Thema Ökologische Landwirtschaft und Welternährung (Ernährungssicherheit). Das Ziel der Konferenz war es den Anteil der Ökologischen Landwirtschaft an der Welternährung zu
Bonn, 27. April 2007 - Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NRO) und die persönlichen Beauftragten der Staats- und Regierungschefs für den G8-Gipfel, die so genannten "G8-Sherpas", sind am 25. und 26. April in Bonn zu einem Dialogforum zusammengekommen. "Die vergangenen zwei Tage sind ein wichtiger Schritt hin zur dringend erforderlichen Öffnung der G8 für die Zivilgesellschaft", sagte Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung, das den "G8-Dialog
Die Privatisierungspolitik der Akteure des Neoliberalismus entzieht immer mehr Bereiche des Lebens einer demokratischen Gestaltung und unterwirft sie dem Diktat der Rentabilität. Gleichzeitig wächst der Protest der sozialen Bewegungen gegen die Kapitalisierung der Welt. Im Zentrum der Diskussion nach möglichen Alternativen stehen dabei vor allem Forderungen nach der Bereitstellung, dem Erhalt und dem Schutz von (globalen) öffentlichen Gütern, um allen Menschen völlig unabhängig von
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