Gentechnik in der Natur? Warum wir ein Moratorium brauchen

02.10.2025
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) debattiert über den Einsatz von Gentechnik in natürlichen Lebensräumen Sollen gentechnisch veränderte Organismen künftig nicht nur in der Land- wirtschaft, sondern auch in natürlichen Ökosystemen eingesetzt werden? Die Ausrottung von Krankheitsüberträgern, die Beseitigung invasiver Arten, Überlebenshilfen für bedrohte Spezies, selbst die Wiederbelebung bereits ausgestorbener Lebensformen sollen nun mittels Gentechnik erreicht werden. Die
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CC BY – Impossible Metals Inc.

Vertagt, aber gefährlich

25.11.2025
KI-gestützter Tiefseebergbautest mit Impossible Metals Eigentlich sollte es Anfang 2026 losgehen. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) plante das kanadisch-amerikanische Tiefseebergbauunternehmen Impossible Metals (IM) den Test ihres Bergbauequipments im Pazifik. Nun wurde auf 2027/28 verschoben, es fehlte das passende Schiff. Das ist kein Grund zum Aufatmen. Der geplante Test und die Technologie von IM könnten dem Tiefseebergbau neuen Aufschwung geben
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Auf dem Weg zu einer Lösung?

02.11.2025
Wo wir im internationalen Chemikalienmanagement stehen Vor anderthalb Jahren wurde in Bonn ein neues Rahmenwerk für das interna- tionale Chemikalienmanagement verabschiedet. Seitdem ist einiges passiert, doch nur weniges, was wirklich auf das Konto für einen besseren Schutz von Mensch und Umwelt einzahlt. Derzeit liegt der Fokus auf dem Schließen von Lücken im Rahmenwerk. Es gilt aber, dringend in die Umsetzung zu kommen. Nach zähen Verhandlungen und Verzögerungen bedingt durch
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International vernetzte Rechte

02.11.2025
Der World Congress of Families und seine Einflussnahme auf die Anti-LGBTQI+-Gesetzgebung in Ghana Rechte und fundamentalistische Gruppen bilden einflussreiche internationale Netzwerke, die menschenfeindliche Ideologien verbreiten und Hass schüren. Eines dieser Netzwerke ist der World Congress of Families (WCF). Die Verbindungen bis in Regierungen hinein und die Finanzkraft der mit dem WCF assoziierten Gruppen, die sie gezielt für ihre Lobbyarbeit einsetzen, tragen zur Bedrohung von
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TheAndrasBarta / Pixabay

Es geht nicht nur um die eine Koalition

25.11.2025
Nach der Bundestagswahl hat sich die neue Regierung nicht nur dem Krieg gegen die Ukraine zu widmen – sie muss sich global neu positionieren Die Monate nach der Bundestagswahl und dem Amtsantritt der Regierung Trump 2 werden zum Testfall dafür, wie sich die Bundesregierung in einer sich neu sortierenden Weltordnung aufstellt. Sie hat die Wahl zwischen zwei Ansätzen: Entweder folgt sie einem Modell, das auf Gleichberechtigung, internationalem Recht und Menschenrechten basiert und ihr neue
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Patrick Hendry / Unsplash

Wer soll das alles bezahlen?

25.11.2025
Die absurden Kosten der ewigen Chemikalien Neue Recherchen haben gezeigt, wie Industrieverbände gegen einen strengen Regulierungsvorschlag der sogenannten Ewigkeitschemikalien auf EU-Ebene vorgehen. In der Lobbyarbeit wurde auch auf Falschaussagen zurückgegriffen. Das sollte niemanden verwundern. Dennoch bleibt erschreckend, wie leicht die Argumente der Industrie verfangen. Im Fahrwasser der Recherche wurden noch weitere Aspekte veröffentlicht: die gesellschaftlichen Kosten für die
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DSI und der CALI Fund

02.11.2025
Ein Meilenstein für gerechte Nutzenteilhabe an genetischen Ressourcen Die Entscheidung der CBD-Vertragsstaaten in Rom markiert einen Durchbruch: Erstmals sollen kommerzielle Nutzer digitaler Sequenzinformationen (DSI) verpflichtend zur Finanzierung der globalen Biodiversitätsziele beitragen. Mit dem neu eingerichteten Cali Fund wird ein gerechter Vorteilsausgleich angestrebt, insbesondere zugunsten indigener und lokaler Gemeinschaften. Noch sind viele Details ungeklärt, doch der Weg zu
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Fels in türkis-grünem Meerwasser
Ricardo Marques / unsplash
Veröffentlichungen

Kitsch, Klischees und Weltpolitik

27.07.2026
Deutsche Pazifik-Politik und mediale Berichterstattung zur Anerkennung Niues Seit einigen Jahren rücken die pazifischen Inselstaaten stärker in das Bewusstsein der deutschen Politik und Öffentlichkeit. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass der deutsche Außenminister Johann Wadephul im Februar 2026 Tonga besuchte. Es war bereits der dritte Besuch auf Außenminister:innen-Ebene seitdem Wadephuls Vorgängerin Annalena Baerbock im Jahr 2022 als erste deutsche Ministerin überhaupt in einen
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© WEED

Zwischen Greenwashing und autoritärer Wirtschaft

25.11.2025
Wie Proteste gegen das Weltwirtschaftsforum Ungerechtigkeiten der Weltwirtschaftsordnung aufzeigen Mitte Januar fand das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos statt – wie immer begleitet von Protesten gegen die ungerechte Weltwirtschaftsordnung und die steigende Konzentration von Macht und Reichtum. In der Konfrontation zeigten sich gegenwärtige Trends des Forums und Herausforderungen für Bemühungen um eine gerechtere Weltwirtschaft. Laut schallt es „Brecht die Macht der Banken
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ivabalk / pixabay

Europas neues Berggeschrei

25.11.2025
Für ein bisschen Autonomie: Vorstoß für metallischen Rohstoffabbau auch in Deutschland Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen strebt die EU nach mehr Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen. Diese werden unter anderem für die Elektromobilität, Energiewende, Digitalisierung, Militär und Raumfahrt gebraucht. Um die Importabhängigkeit von wenigen, meist außereuropäischen Rohstofflieferländern zu reduzieren, sollen in Europa mehr Metalle abgebaut, veredelt und recycelt
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Micha / unsplash
Veröffentlichungen

Sicherheit für wen?

27.07.2026
Die Nationale Maritime Konferenz und die blinden Flecken der maritimen Politik Die Nationale Maritime Konferenz (NMK) 2026 in Emden stand, wie erwartet, ganz im Zeichen der Stärkung der maritimen Wirtschaft. Doch während Politik und Wirtschaft über die „Sicherheit Deutschlands“ sprachen, blieb eine zentrale Frage ungestellt: Sicherheit für wen? Die Konferenz zeigte einmal mehr, dass die maritime Branche zwar ihre eigene Stabilität feiert – die Menschen, die diese Stabilität erst
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Max Phillips (Jeremy Buckingham MLC)
Veröffentlichungen

Kohle ist Kohle

27.07.2026
Warum Australien deshalb handeln muss Anlässlich der ‚Santa Marta-Konferenz‘ in Kolumbien, im Rahmen derer Regierungen zum ersten Mal über den Ausstieg aus fossilen Energien beraten haben, hat die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald ein Briefing veröffentlicht, in dem auf die zunehmende Produktion von metallurgischer Kohle (sogenannte Met-Kohle) hingewiesen wird. Viele Staaten übersehen leider weiterhin, dass Met-Kohle ein extrem klimaschädlicher fossiler Brennstoff ist,
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Joerg Farys-dieprojektoren.de

EU-Mercosur stoppen

25.11.2025
Ein Abkommen, das Klima, Umwelt und Menschenrechte gefährdet Showdown um den Mercosur-Deal: Seit über 25 Jahren wird zwischen der EU und den Mercosur-Staaten über ein Freihandelsabkommen verhandelt – nun soll die Ratifizierung starten. Befürworter:innen verweisen auf geopolitische Zwänge. Doch der Widerstand ist groß: Umweltverbände, Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Bäuer:innen warnen vor mehr Handel mit klimaschädlichen Produkten, vor Regenwaldzerstörung und der
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Veröffentlichungen

Von Mythen und Fakten

27.07.2026
Ein Warnruf zur aktuellen Energiepolitik Katharina Reiche verfolgt fossil-atomare Interessenspolitik und behindert die Energiewende – Eine Rezension von „Kurzschluss: Wie wir unsere Energiezukunft verspielen“ von Prof. Dr. Claudia Kemfert Professorin Claudia Kemfert ist mit ihrem jüngsten Werk „Kurzschluss: Wie wir unsere Energiezukunft verspielen“ eine sehr treffende Beschreibung der Gefahren der aktuellen Energiepolitik gelungen. Seit Jahrzehnten ist sie versiert in der
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Ein Abkommen im Schatten des Rohstoffhungers

25.11.2025
Das Handelsabkommen der EU mit Indonesien Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und Indonesien soll Zölle senken und den Zugang zu Rohstoffen sichern, gefährdet aber Indonesiens Entwicklungsstrategie, schwächt Schutzmechanismen für Umwelt und Arbeiter:innen und verschärft neokoloniale Strukturen. Das sogenannte CEPA ist ein Abkommen, das die falschen Prioritäten setzt: Statt auf Verbrauchsreduktion und Kreislaufwirtschaft setzt es auf wachsenden Zugriff auf
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Wolffgang Weiser / unsplash
Veröffentlichungen

Versprechen gebrochen

27.07.2026
Wenn Geopolitik unsere Handelspolitik diktiert, rutschen wir weiter nach rechts Mit atemberaubendem Tempo treibt die EU-Kommission neue Handelsabkommen voran. Fast noch schneller kommt die Kehrtwende jener, die einst zu den schärfsten Kritiker:innen der Globalisierung gehörten. Gewerkschafter:innen, grüne Politiker:innen und progressive NGOs übernehmen heute Argumente der „geopolitischen Notwendigkeit“. Dabei blenden sie aus, welche Rolle die neoliberale Globalisierung in den
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Zwischen Resilienz und Rückschritt

25.11.2025
Was die FfD4-Konferenz über globale Machtverhältnisse und Reformbereitschaft verrät Nach der 4. Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (4th International Conference on Financing for Development, FfD4), die am 3. Juli in Sevilla, Spanien, zu Ende ging, gibt es im Wesentlichen zwei Sichtweisen, die Ergebnisse zu bewerten. Die eine sieht in dem Fakt, dass überhaupt ein im Konsens verabschiedetes Ergebnisdokument – der sogenannte Compromiso de Sevilla (dt.
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Veröffentlichungen

Marktmacht und ihre Folgen

27.07.2026
Neue Studie bietet Kartellrechtliche Reformperspektiven für Agrar-Lieferketten Eine neue Studie von Rebalance Now und Misereor zeigt: Wenige Konzerne kontrollieren zunehmend die Agrar-Lieferketten. Das treibt Preise hoch, benachteiligt kleinere Betriebe in Europa und weltweit und begünstigt unfaire Handelspraktiken. Deshalb fordern die Herausgeber der Studie kartellrechtliche Reformen: Große Fusionen von Unternehmen müssen strenger geprüft und Regeln gegen unfaire Handelspraktiken
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Ohne Geld – ohne Zukunft?

25.11.2025
An der fehlenden Finanzierung droht das internationale Chemikalienmanagement wieder zu scheitern Hunderte Stakeholder kamen Ende Juni in Punta del Este, Uruguay, zur ersten Open-Ended Working Group (OEWG) des Global Framework on Chemicals (GFC) zusammen. Das erste Präsenztreffen nach anderthalb Jahren im neuen Rahmenwerk sollte die kommende Internationale Konferenz vorbereiten und Einblicke in die laufenden Prozesse geben. Dabei wurden schnell wesentliche Probleme deutlich. Doch Lösungen
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The delegation of Austria celebrates being elected as non-permanent members of the Security Council for the term 2027-2028 during the 86th plenary meeting of the General Assembly. The meeting held election of non-permanent members of the Security Council for the term 2027-2028. Austria, Kyrgyzstan, Portugal, Trinidad and Tobago, and Zimbabwe were elected to serve as non-permanent members of the UN Security Council, with two-year terms beginning in January 2027. The five outgoing non-permanent members are: Denmark, Greece, Pakistan, Panama and Somalia. Elections are held annually by secret ballot, with seats allocated by regional group. Candidates must secure a two-thirds majority in the 193-member General Assembly to be elected.
© UN Photo / Eskinder Debebe
Veröffentlichungen

Weggegangen, Platz gefangen

27.07.2026
Eine Niederlage im UN-Sicherheitsrat und was sie über den Zustand der deutschen Außenpolitik verrät Am 3. Juni 2026 hat die UN-Generalversammlung über die Vergabe der nicht-ständigen Sitze im mächtigsten Gremium der Weltorganisation abgestimmt. Deutschland verlor dabei gegen die Mitbewerber aus der Gruppe Westeuropa und restliche Staaten, Österreich und Portugal; ein in dieser Form bisher einmaliger Vorgang. Anders als sonst erfuhr das Abstimmungsergebnis und damit auch die UN ein
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