Protest unter Terrorverdacht

25.11.2025
Wie Deutschland im Umgang mit der Palästinasolidarität Grundrechte abbaut Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Schutz vor staatlicher Willkür sind in immer mehr Ländern bedroht oder gar nicht mehr vorhanden. Zivilgesellschaftliche Handlungsräume sind in Gefahr. So lautet das Fazit des aktuellen Atlas der Zivilgesellschaft, den die Organisation Brot für die Welt veröffentlicht. Für Menschen und Organisationen, die sich für die Rechte der Palästinenser*innen einsetzen, ist dieser
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Francois Le Nguyen / Unsplash

Ressourcen über Grenzen hinweg fließen lassen

25.11.2025
EPR am Wendepunkt: Wie Europas Textilpolitik inklusiver werden muss Die Welt steht vor einer eskalierenden Textilabfallkrise, die durch Überproduktion und Fast Fashion angeheizt wird und den Globalen Süden unverhältnismäßig stark trifft. Dort haben minderwertige Importe gebrauchter Textilien schwerwiegende Folgen. Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR, Extended Producer Responsibility)-Richtlinien zielen darauf ab, Textilabfälle zu reduzieren, bleiben jedoch lückenhaft und können die
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© IPEN

Wie die Zivilgesellschaft die globale Chemikalienpolitik mitgestaltet

07.10.2026
Lokale Gemeinschaften und internationale Politik verbinden Während die internationale Gemeinschaft vom Strategischen Ansatz für das internationale Chemikalienmanagement (SAICM) zum Globalen Rahmenwerk für Chemikalien (GFC) übergeht, hält die Zivilgesellschaft mit ihren Beiträgen wichtige Errungenschaften und Impulse in der Chemikaliensicherheit aufrecht. An der Spitze der globalen Zivilgesellschaft steht das International Pollutants Elimination Network (IPEN), ein Netzwerk, das
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Private Profite, öffentliche Krisen

30.09.2025
Warum die internationale Schuldenarchitektur dringend reformiert werden muss – und wie eine Lösung aussehen kann In den Jahren 2025 bis 2027 müssen 47 Länder im Globalen Süden durchschnittlich mehr als 15 % ihrer jährlichen Staatseinnahmen für den Schuldendienst an ausländische Gläubiger aufbringen. In 28 weiteren Staaten liegt die jährliche Schuldenlast mit zwischen 10 und 15 % ebenfalls auf hohem Niveau.[i] Angesichts eines derart knappen fiskalischen Handlungsspielraums ist es
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ein Berg an Kosmetik
Jessica Johnston / unsplash

Das „dirty dozen“ vor dem Aus

27.07.2026
Verhandlungen über Giftstoffe können Fortschritte bringen Aus Rundbrief 1/2000 Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) will mit der POP-Konvention zwölf langlebige und fettlösliche Gifte, wie DDT, Dieldrin und Dioxine, weltweit beseitigen. Diese Stoffe wurden zum Synonym für eine jahrzehntelang verfehlte Agrar- und Chemiepolitik. Sie gelten als krebserregend, beeinflussen das Hormonsystem, unterdrücken das Immunsystem und verursachen Fehlbildungen an Gebärmutter und
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©Sufian Ararah

Geschlechtergerechtigkeit im Chemikalienmanagement

07.10.2026
Von der Initiierung zur gemeinsamen Wirkung der Gender & Chemicals Partnership Ob Aspirin oder Herzmedikamente – immer wieder zeigen Studien, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten eine Rolle spielen. Was im Gesundheitsbereich zunehmend ins Bewusstsein rückt, gilt jedoch für Chemikalien allgemein: Ihre Wirkungen können sich nach Geschlecht unterscheiden.. Doch noch immer fehlen an vielen Stellen Daten und Wissen zu
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PHLAIR / unsplash

CO2-Abscheidung & -Lagerung

27.07.2026
Ein Beitrag zum Klimaschutz? Aus Rundbrief 3/2004 Die Abscheidung und Lagerung von CO2 (CO2-Capture and Storage, CCS), zunehmend als Option im Rahmen einer Klimaschutzstrategie ins Spiel gebracht, wird im deutschen Sprachraum bisher noch kaum behandelt. Das Thema der CCS steht im Spannungsfeld zwischen anspruchsvollen Klimazielen, der Sicherung der Energieversorgung, der Zukunft fossiler Energieträger im Wettbewerb mit erneuerbaren Energien und einer preiswerten Energiedarbietung. Eine
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Angriffe auf das Umweltverbandsklagerecht

25.11.2025
Was sie bedeuten und wie mit ihnen umzugehen ist Umweltverbandsklagen sind überproportional erfolgreich. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sie bei manchen Interessensgruppen auf Kritik stoßen. Gleichzeitig sind sie sehr wichtig: Nur mit ihnen kann effektiv kontrolliert werden, ob Umweltgesetze auch wirklich eingehalten werden. Weil es hier viele Umsetzungsdefizite gibt, müssen diese Klagerechte unbedingt geschützt und verteidigt werden. Ein Blick in die Geschichte der
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© WEED e.V.

Weltweite Krisen verlangen nach systemischen Reformen

30.09.2025
Zur aktuellen Debatte um die Reform der internationalen Finanzarchitektur Seit der COVID-19-Krise gibt es eine rege Diskussion um die Reform der internationalen Finanzarchitektur. Bisher wurden jedoch nur wenige oberflächliche Maßnahmen beschlossen. Der langjährige Unwille europäischer Staaten, systemische Reformen in Betracht zu ziehen, statt auf kleinere Korrekturmaßnahmen bei den Bretton-Woods-Institutionen zu setzen, fällt ihnen nun unter Donald Trump auf die Füße. Die 4.
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Pay Your Workers Kampagne © Kampagne für Saubere Kleidung

Wir bringen die Schattenseite der Modeindustrie ans Licht

25.11.2025
30 Jahre erfolgreiche Netzwerkarbeit in der Bekleidungsindustrie Seit über 30 Jahren setzt sich die Clean Clothes Campaign (CCC) für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. In einem komplexen und oft undurchsichtigen System internationaler Lieferketten kämpfen wir für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und die Achtung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte. Durch Aufklärung der Öffentlichkeit, Druck auf Unternehmen und politischen
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Forum Umwelt und Entwicklung/Oliver Baldes

Wo bleibt der Mut?

07.10.2026
Warum IC1 zeigen muss, dass freiwillige internationale Zusammenarbeit mehr sein kann als gute Absicht 2023 wurde in Bonn das Globale Rahmenwerk für Chemikalien (Global Framework on Chemicals, GFC) verabschiedet. Es soll Menschen und Umwelt weltweit besser vor den Schäden durch Chemikalien, Pestiziden und gefährlichen Abfällen schützen. Drei Jahre später steht die erste Internationale Konferenz des GFC (IC1) in Genf vor einer entscheidenden Frage: Bleibt das GFC vor allem ein Ort für
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Gentechnik in der Natur? Warum wir ein Moratorium brauchen

02.10.2025
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) debattiert über den Einsatz von Gentechnik in natürlichen Lebensräumen Sollen gentechnisch veränderte Organismen künftig nicht nur in der Land- wirtschaft, sondern auch in natürlichen Ökosystemen eingesetzt werden? Die Ausrottung von Krankheitsüberträgern, die Beseitigung invasiver Arten, Überlebenshilfen für bedrohte Spezies, selbst die Wiederbelebung bereits ausgestorbener Lebensformen sollen nun mittels Gentechnik erreicht werden. Die
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© Annabelle Chih / Getty Images

Fashion, die gerecht ist und die planetaren Grenzen einhält

25.11.2025
Ein neuer Bericht fordert eine sozial-ökologische Transformation des Modesystems Damit das Klima für uns alle lebenswert bleibt und es auf der Erde eine gerechte Zukunft gibt, benötigt auch das Modesystem eine radikale Wende. Weniger Ressourcen- und Energieverbrauch, langsamere Produktions- und Konsumzyklen und eine faire Verteilung des erwirtschafteten Mehrwerts müssen zu neuen Modetrends werden. Wie sollten wir uns auf einem sterbenden Planeten kleiden? Die Erde ist in einer
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551 Fragen und ihre Folgen

25.11.2025
Wie Union, FDP, die Zeitung Welt und Co. seit der Bundestagswahl demokratischen Vereinen schaden Im Februar 2025 ist der Wendepunkt unübersehbar. Einen Tag nach der Bundestagswahl stellen die Unionsparteien ihre mittlerweile weithin bekannten 551 Fragen zur Finanzierung und zum Gemeinnützigkeitsstatus demokratischer Organisationen. Organisationen wie Omas Gegen Rechts, Campact, Greenpeace, Correctiv oder die Amadeu Antonio Stiftung werden darin als Feindbilder markiert und ihre Legitimität
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10 bis 11 Frauen sind in der Halbtotalen sichtbar, die in einem UN-Saal sitzen, sich freuen und jubeln
Participants react to the adoption of the resolution titled "Political Declaration on the occasion of thirtieth anniversary of the Fourth World Conference on Women" during the opening of the sixty-ninth session of the Commission on the Status of Women (CSW69 / Beijing+30). The resolution, adopted by consensus, reaffirms the commitments of the Beijing Declaration and Platform for Action, originally adopted in 1995 at the Fourth World Conference on Women, stressing the need to uphold all human rights and fundamental freedoms for every woman and girl, without exception. In 2025, the global community will mark the thirtieth anniversary of the Fourth World Conference on Women and adoption of the Beijing Declaration and Platform for Action (1995). The main focus of the sixty-ninth session will be on the review and appraisal of the implementation of the Beijing Declaration and Platform for Action and the outcomes of the 23rd special session of the General Assembly. The review will include an assessment of current challenges that affect the implementation of the Platform for Action and the achievement of gender equality and the empowerment of women and its contribution towards the full realization of the 2030 Agenda for Sustainable Development. The Commission on the Status of Women (CSW) is the principal global intergovernmental body exclusively dedicated to the promotion of gender equality and the empowerment of women. A functional commission of the Economic and Social Council (ECOSOC), it was established by Council resolution 11(II) of 21 June 1946. The CSW is instrumental in promoting women's rights, documenting the reality of women's lives throughout the world, and shaping global standards on gender equality and the empowerment of women.

Frauen & Umwelt

27.07.2026
Was läuft derzeit in internationalen Prozessen? Aus Rundbrief 3/2004 ‚Frauen und Umwelt’ - das ist ein Themenkomplex, der in mehreren internationalen politischen Prozessen eine Rolle spielt, aber eben auch immer Gefahr läuft, unter die Räder zu kommen. Es gibt aber Anlass zu der Hoffnung, dass wir auf diesem Gebiet Fortschritte machen können, wenn wir das Jahr 2005 strategisch nutzen. Beispielsweise im Jahr 2000, als im Beijing+5-Prozess (Fünfjahresrückblick zur Frauenkonferenz
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Auf dem Weg zu einer Lösung?

02.11.2025
Wo wir im internationalen Chemikalienmanagement stehen Vor anderthalb Jahren wurde in Bonn ein neues Rahmenwerk für das interna- tionale Chemikalienmanagement verabschiedet. Seitdem ist einiges passiert, doch nur weniges, was wirklich auf das Konto für einen besseren Schutz von Mensch und Umwelt einzahlt. Derzeit liegt der Fokus auf dem Schließen von Lücken im Rahmenwerk. Es gilt aber, dringend in die Umsetzung zu kommen. Nach zähen Verhandlungen und Verzögerungen bedingt durch
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Umweltbewegung im Wandel

25.11.2025
Von der Wendeeuphorie zu den Herausforderungen der Gegenwart Umweltbewegungen in der früheren DDR haben einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Aus basisnahen Initiativen gegen Umweltverschmutzung entstand in der Wendezeit eine breit getragene Bewegung, die durch neue Freiheiten zunächst stark wuchs. In den 1990er-Jahren folgte eine Phase der Ernüchterung: Professionalisierung, Mitgliederschwund und gesellschaftliche Veränderungen stellten gewachsene Strukturen in Frage. Heute stehen
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Exit Plastik

Kein Plastik auf unserem Teller!

18.10.2026
Warum Plastik nicht die Schnittstelle zwischen Nahrung und unseren Körpern sein sollte Wer heute einkauft, kommt an Plastik kaum noch vorbei: Rund zwei Drittel aller Lebensmittel und Getränke stecken in Kunststoffverpackungen. Doch dieses Plastik gibt winzige Partikel und chemische Stoffe an unsere Nahrung ab – und damit in unsere Körper. Die Kampagne „Lebensmittel ohne Plastik für alle!“ von Exit Plastik fordert deshalb: Plastikfreie Alternativen müssen für alle Menschen verfügbar
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CC BY – Impossible Metals Inc.

Vertagt, aber gefährlich

25.11.2025
KI-gestützter Tiefseebergbautest mit Impossible Metals Eigentlich sollte es Anfang 2026 losgehen. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) plante das kanadisch-amerikanische Tiefseebergbauunternehmen Impossible Metals (IM) den Test ihres Bergbauequipments im Pazifik. Nun wurde auf 2027/28 verschoben, es fehlte das passende Schiff. Das ist kein Grund zum Aufatmen. Der geplante Test und die Technologie von IM könnten dem Tiefseebergbau neuen Aufschwung geben
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The first International Conference on Financing for Development took place in Monterrey, Mexico in March 2002, to consider new approaches to domestic and international finance to promote more equitable global development. Left to right are Horst Köhler, Managing Director of International Monetary Fund; James Wolfensohn, President of the World Bank; Secretary-General Kofi Annan and Mike Moore, Director-General of the World Trade Organization at the beginning of the Summit Segment. [No exact date]
© UN Photo

Der (Minimal-) Konsens von Monterrey

27.07.2026
Ein Kurzbericht über die letzte Vorbereitungstagung (PrepCom 4) zur UN-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (New York, 14.-27.1.2002) Aus Rundbrief 1/2002 In einem ungeahnten Gewaltakt haben die Regierungen bei der letzten Vorbereitungstagung zur UN-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (Financing for Development, FfD) Ende Januar in New York ein Kompromisspapier ausgehandelt, das bei der eigentlichen Konferenz vom 18. bis 22. März in Mexiko als „Monterrey Consensus“ verabschiedet
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